«Sambia ist eine christliche Nation»
«Sambia bleibt eine christliche Nation, in Wort und Tat.» Diese Botschaft, die am 21. März auf dem Facebook-Konto des sambischen Präsidenten Hakainde Hichilema veröffentlicht wurde, unterstreicht erneut den christlichen Charakter des Landes. Als Mitglied der adventistischen Kirche rief er ausserdem dazu auf, sich für «Frieden, Einheit, Liebe und Entwicklung unter dem Volk Gottes» einzusetzen.
Einige Tage zuvor, am 16. März, schrieb auch der sambische Diplomat Emmanuel Mwamba auf Facebook: «Sambia ist eine christliche Nation, und je mehr wir christliche Werte, den Gottesdienst und das Gebet annehmen, desto stärker werden wir gegen Übel wie Korruption kämpfen, und desto leistungsfähiger werden die öffentlichen Dienste sein.»
Seit 1991 christliche Nation
Im Land bekennt sich etwa 97 Prozent der Bevölkerung zum Christentum, mit einer Vielfalt an protestantischen, evangelikalen, pfingstkirchlichen und katholischen Kirchen.
Der Ursprung des Status als «christliche Nation» geht auf das Jahr 1991 zurück, unter dem Einfluss des ehemaligen Präsidenten Frederick Chiluba. Diese religiöse Identität wurde fünf Jahre später in die Verfassung des Landes aufgenommen. Trotz dieser Bezeichnung garantiert Sambia Religions- und Kultfreiheit und funktioniert als pluralistische Demokratie.
Diese Ankündigung hat zahlreiche Reaktionen und Debatten über die Rolle der Religion im Staat ausgelöst. Zudem äussern einige Bedenken hinsichtlich der Wahrung des religiösen Pluralismus und der Minderheiten im Land, insbesondere der muslimischen und jüdischen Gemeinschaften.
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Datum: 27.03.2026
Autor:
Mélanie Boukorras / Daniel Gerber
Quelle:
Info Chrétienne / Übersetzung: Livenet