«Zum Glück gehört für viele der Glaube an Gott»
Im November 2022 meldete die Süddeutsche Zeitung: «84 Prozent der Menschen bekennen sich weltweit zu einer Religion, Tendenz steigend.»
Im Dezember 2023 kürte NTV Papst Franziskus (1936-2025) zur Person der Woche, nachdem die Zahl der Christen weltweit erstmals auf über 2,6 Milliarden angestiegen war und das Christentum auch im Jahr 2023 nach Christus mit einer Jahresrate von 1,18 Prozent im Jahr weiter anwuchs. Am 17. Oktober 2025 berichtete Vatican-News, dass entgegen der Erwartungen die Anzahl der Katholiken auch in Europa steigt.
Glaube an Gott gehört zum Glück
Der hohen gesellschaftlichen Relevanz des Glaubens an Gott verleiht aktuell auch Entertainer Hape Kerkeling Ausdruck. Für seinem neuen Film «Horst Schlämmer sucht das Glück» konnte er den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki für einen Gastauftritt gewinnen. Zur dahinterstehenden Intension erklärte Kerkeling gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): «Wir wollten ihn wahnsinnig gern dabeihaben, denn zum Glück gehört für wahnsinnig viele Menschen ja nun auch der Glaube an Gott.»
Weiter führte er aus: «Und deshalb hat das in einem Film über Glück viel verloren. Und mit wem sollte man darüber reden, wenn nicht mit dem Erzbischof von Köln, der Diözese, in der Horst Schlämmer nun mal beheimatet ist?» Dass Kardinal Woelki tatsächlich zugesagt habe, habe ihn «dann schon sehr erstaunt», fügte der Entertainer an.
Kerkeling pilgerte Jakobsweg
Der Glaube an Gott ist für Hape Kerkeling persönlich von Bedeutung. 2001 pilgerte er den Jakobsweg. 2006 liess er im Bestseller «Ich bin dann mal weg» an seinen dabei gemachten Erlebnissen teilhaben und berichtete von einer tiefgehenden Erfahrung der Nähe Gottes.
Im Dokumentarfilm «Hape Kerkeling – Total normal», der im Dezember 2024 zum 60. Geburtstag des Entertainers in der ARD ausgestrahlt wurde, erklärte Kerkeling, dass er den Jakobsweg aus spirituellen Beweggründen gelaufen ist.
Im Vorfeld zu seinem 60. Geburtstag wurde dem vielseitigen Künstler im Interview mit der taz auch die Gretchenfrage «Wie halten Sie es eigentlich mit der Religion?» gestellt. Dazu sagte Kerkeling: «Wie sollte ich am Göttlichen zweifeln, wenn es mir doch den unendlichen Sternenhimmel wie zum Beweis vor die Nase gepflanzt hat.»
In diesem Interview positionierte er sich auch zu seiner grundsätzlichen Lebenseinstellung. Auf den guten Umgang mit seinen Kunstfiguren angesprochen, erklärte Kerkeling: «Grundsätzlich gehe ich mit so viel Liebe wie möglich durchs Leben. Alles andere wäre tatsächlich dumm.»
Durch Glauben getragen
In der «Bayern-1»-Talksendung «Die Blaue Couch», die am 25. November 2024 ausgestrahlt wurde, sprach Hape Kerkeling auch über seine Werteorientierung. Dabei brachte der Entertainer zum Ausdruck, dass ihn der Glaube seiner Grossmutter prägte. Diese habe «einen relativ naiven katholischen Glauben» gehabt, wobei sie aber «nicht unkritisch» gewesen sei und «schon auch ihre eigene Meinung» gehabt habe. Anerkennend merkte er zum Glauben seiner Oma an: «Aber sie hat so einen Kinderglauben an Gott gehabt und der hat sie getragen.»
Kerkeling schilderte weiter, dass er in der Kindheit selbst «eine Phase» hatte, in der er jeden Sonntag in die Kirche gegangen und kurzzeitig Ministrant gewesen sei. In dieser Zeit habe er sogar mit dem Gedanken gespielt, katholischer Priester zu werden. In der Pubertät sei diese Perspektive aber dann «sehr ins Wanken geraten». Dazu erklärte der Entertainer: «Da war ich mir meiner Sache nicht mehr so sicher. Zurück kam dieses ‘Fest im Glauben stehen’ eigentlich durch den Pilgerweg wieder. Danach hatte ich das Gefühl, dass ich diesen Kinderglauben mir zurückerobert habe.»
Heute schaue er aber «ein bisschen kritischer» auf seinen Glauben, was ihm in seiner Kinderzeit so noch nicht möglich gewesen sei, fügte Hape Kerkeling an.
Dieser Artikel erschien zuerst bei promisglauben.de.
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Datum: 27.03.2026
Autor:
Markus Kosian
Quelle:
Promisglauben.de