Hass-Verbrechen gegen Christen

Brandstiftung auch in Schweiz und Deutschland

Eine Bibel wurde im Kanton Waadt in Brand gesetzt (Symbolbild)
Eine Beobachtungsstelle hat einen Anstieg antichristlicher Hassverbrechen gegen Kirchen und andere christliche Einrichtungen in Europa gemeldet. Zu den im Februar registrierten Vorfällen gehören Brandstiftung, Vandalismus und Schändung.

Das «Observatorium für Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa» (OIDAC Europe) erklärte, es habe im Laufe des Monats 34 antichristliche Hassverbrechen dokumentiert, darunter elf Brandanschläge. 

Die Gesamtzahl lag höher als im Januar, in dem bereits eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Vorfällen verzeichnet worden war. Die Organisation gab an, dass die Fälle im Februar 17 Vandalismusakte, elf Brandereignisse, drei Schändungen, zwei Vorfälle mit dem Diebstahl heiliger Gegenstände sowie einen Fall eines gewaltsamen Angriffs auf Christen bei einer öffentlichen Veranstaltung umfassten.

Vorfälle auch im deutschen Sprachraum

Frankreich, Italien und Deutschland verzeichneten die höchsten Zahlen an Vorfällen, mit jeweils sieben Fällen in Frankreich und Italien sowie sechs in Deutschland. Weitere Vorfälle wurden in den Niederlanden, Spanien, Schweden, Polen, Griechenland, im Vereinigten Königreich und in Bosnien und Herzegowina registriert.

Die Gruppe erklärte, dass einer der deutlichsten Trends im Februar die anhaltende Häufigkeit von Brandanschlägen gewesen sei, darunter ein Vorfall in Loiret, Frankreich, bei dem der Altar einer Pfarrkirche vorsätzlich in Brand gesetzt wurde.

In der niederländischen Stadt Ede wurden innerhalb von fünf Tagen drei Kirchen durch separate Brände beschädigt, was die Besorgnis über die wiederholten gezielten Angriffe auf christliche Einrichtungen verstärkte.

Weitere Brandanschläge verhindert

In Italien gehörten zu den Vorfällen ein versuchter Brandanschlag auf die historische Kirche San Rocco in Felizzano sowie eine Festnahme im Petersdom im Vatikan, nachdem ein Mann angeblich versucht hatte, während einer päpstlichen Messe mit brennbaren Materialien und Zündvorrichtungen einzutreten.

Ein Priester im südlichen Stockholm, Schweden verhinderte Berichten zufolge einen Versuch, eine katholische Kirche in Brand zu setzen.

Im Vereinigten Königreich registrierte OIDAC Europe zwei mutmassliche Brandanschläge, darunter schwere Schäden an einem historischen ehemaligen Kirchengebäude in Camelon, Schottland sowie an der ehemaligen King’s Hall Methodist Church in Southall.

Schwerer Vandalismus

Ein zweites Muster war die wiederholte gezielte Beschädigung von Gegenständen mit symbolischem oder liturgischem Wert, wie etwa einer Marienstatue auf dem Friedhof von Bois-le-Roi sowie Vandalismus an der Kathedrale von Montpellier während einer Karnevalsfeier in Frankreich.

In Deutschland wurden Grabkreuze in einer Friedhofskapelle in Amtzell verbrannt, und in einer katholischen Kirche in Steinenbronn kam es zu schwerem Vandalismus: Die Polizei fasste einen 32-jährigen Mann, der Orgel spielte, nachdem er mutmasslich eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte. Nach Angaben der Polizei hatte sich der Mann vermutlich zuvor am Tag in der Kirche eingeschlossen und anschliessend Fensterscheiben eingeschlagen, mehrere Bibeln zerrissen, Kirchenbänke beschädigt und weiteres Inventar zerstört. Der Schaden an der Kirche wird auf etwa 10’000 Euro geschätzt.

In Polen wurden Drohgraffiti und satanische Symbole an die Wand einer römisch-katholischen Kirche in Posen geschmiert, darunter auch eine Warnung, dass die Kirche niedergebrannt werde.

Bei einem anderen Vorfall zündeten Jugendliche in der Marienkirche im deutschen Hof ein Altartuch an.

Zwei Menschen nach Übergriff im Spital

Im Fall des gewaltsamen Angriffs wurden zwei Personen nach einer Attacke bei einer christlichen Pro-Life-Veranstaltung in Koblenz, Deutschland ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Gewalt endete nicht mit dem Februar. OIDAC Europe erklärte, dass die Angriffe in den ersten Wochen des März anhielten, wobei weitere Brandanschläge in Österreich, Polen, Irland sowie in der Schweiz gemeldet wurden, wo eine Bibel auf einem Altar in Brand gesetzt wurde. Des weiteren wurde im März Berichten zufolge ein Kreuz von der Vorderseite einer methodistischen Kirche in Deutschland entfernt und in einen Mülleimer geworfen.

Schutz für christliche Einrichtungen wichtig

OIDAC Europe erklärte, die Fälle zeigten anhaltende Risiken für christliche Gotteshäuser und Gemeinschaften und unterstrichen die Notwendigkeit, religiöse Einrichtungen zu schützen: «Während die vorgelegten Zahlen nur die von OIDAC Europe dokumentierten Vorfälle widerspiegeln und daher nicht das gesamte Ausmass antichristlicher Feindseligkeit erfassen können, verdeutlichen die beobachteten Muster anhaltende Sicherheitsbedenken in Bezug auf christliche Gotteshäuser in ganz Europa», erklärte OIDAC. «Die Gewährleistung des Schutzes religiöser Einrichtungen sowie der freien und sicheren Ausübung der Religion bleibt eine wichtige Verantwortung sowohl für staatliche Behörden als auch für lokale Gemeinschaften.»

Brandstiftung in der Schweiz

Kirche von Le Sentier

In einer protestantischen Kirche in Le Sentier im Kanton Waadt wurde absichtlich eine Bibel auf dem Altar in Brand gesetzt. Dabei entstand Sachschaden, und der Pfarrer musste aufgrund einer Rauchvergiftung kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, und die Behörden ermitteln wegen Brandstiftung an einem Gotteshaus.

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Datum: 24.03.2026
Autor: Obianuju Mbah / Daniel Gerber
Quelle: Christian Today / gekürzte und ergänzte Übersetzung: Livenet

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