140 Kirchen, 130 Nationalitäten

Gemeinden in Amsterdam mit starker gesellschaftlicher Wirkung

Die Initiative «Deine Gesundheit ist dein Reichtum» bereichert die Menschen in Amsterdam (Symbolbild)
Amsterdam-Südost wurde ursprünglich in den 1960er Jahren als säkulares Stadtviertel ohne religiöse Gebäude konzipiert. Heute weist es die höchste Konzentration an Glaubensgemeinschaften in der gesamten Stadt auf.

Mehr als 140 Kirchen und glaubensbasierte Organisationen dienen über 130 Nationalitäten – oft genau dort, wo Armut, Einsamkeit und Gesundheitsprobleme am drängendsten sind.

Ein neues Forschungsprojekt offenbart das Ausmass dieses oft übersehenen Engagements: Im vergangenen Jahr belief sich der soziale Nutzen auf mehr als 7,65 Millionen Euro. Da lediglich ein Drittel der Gemeinden an der Studie teilnahm, dürfte der tatsächliche Wert erheblich höher liegen.                              

Anstatt «weltfremd» zu sein, sind Pfingstkirchen zu wichtigen sozialen Akteuren geworden. In den letzten zehn Jahren haben Hunderte von ausgebildeten Freiwilligen die Initiative «Deine Gesundheit ist dein Reichtum» ins Leben gerufen und auf Marktplätzen medizinische Zelte aufgestellt, um bei Tausenden von Einwohnern den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel zu messen.

Von Tafeln bis zur Kinderbetreuung

Dr. Moses Alagbe

Die Auswirkungen reichen jedoch weit darüber hinaus. Glaubensgemeinschaften betreiben Lebensmittelbanken, ein Restaurant ohne Budget, Suppenküchen, Nachbarschaftsessen und ein Mamma Café, das Frauen Sicherheit und Gemeinschaft bietet. Sie helfen Menschen bei der Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Beratung, Unterstützung für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, Arbeitsvermittlung, Bildung, Hausaufgabenbetreuung und Finanzberatung.

Dr. Moses Alagbe, Vorsitzender des PCC, fasst ihren Auftrag zusammen: «Wir möchten erleben, dass unsere Stadt aufblüht, inspiriert und gestärkt durch Glaube, Hoffnung und Liebe. Wir sind dem Wohl aller verpflichtet und arbeiten gemeinsam daran.»

Die Bezirksratsvorsitzenden schlossen sich dieser Meinung an und betonten, dass Glaubensgemeinschaften Menschen erreichen, die «sonst hinter verschlossenen Türen bleiben würden», und für den sozialen Zusammenhalt von entscheidender Bedeutung sind. Ein Polizeisprecher bezeichnete ihr friedliches Zusammenleben als «Vorbild für die Welt».

Amsterdam wird nicht oft als geistliches Modell hervorgehoben – doch dieser Stadtteil zeigt eindrücklich, was geschehen kann, was geschehen kann, wenn sich Gottes Volk still und leise als Salz, Licht und Sauerteig in seiner Nachbarschaft einbringt.

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Datum: 06.03.2026
Quelle: Joel News / Piet Brinksma, Moses Alagbe

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