lifechurch im Livenet-Talk

Abenteuer Familie oder «Mission possible»

Julia und Ale Bachmann im Livenet-Talk
In einer Zeit, in der zwei von fünf Ehen geschieden werden, ist das Familienmodell komplex. Ein freudig-tiefgründiges Plädoyer für Ehepaare und gesunde Familien halten im Livenet-Talk Alexander und Julia Bachmann.

Zur Familienthematik gestaltet aktuell die «lifechurch Wil» eine ganze Themenserie. Es ist ein starkes Herzensanliegen der Kirche, wo Bachmanns Leadpastoren sind. Der Livenet-Talk mit Florian Wüthrich gibt hoffnungsvolle Lösungsansätze, auch auf den familiären Hintergründen der beiden Ehepartner. Als beispielsweise Julia Bachmann sechsjährig war, musste die Mutter krankheitsbedingt auswärts wohnen, sodass der Vater die Familie managte. Teilweise wurden die Kinder von einem Pastorenehepaar betreut, wo Julia auch zum christlichen Glauben fand. Damals erlebte sie jedoch auch viel Zerbruch.

Nach sechs Ehejahren wurde der erste Sohn von Bachmanns geboren, kurz darauf verstarb Julias Vater.

Weshalb an Familie festhalten?

Das Abenteuer Familie sei «under Attack», erklärt der Talkmaster und fragt, wie es gelinge, das natürliche Familienmodell zu erhalten und zu pflegen. Alexander «Ale» Bachmann: «Versöhnung durch Gott leben ist wichtig, auch weil ich mir wünsche, gesunde Familien zu haben. Andererseits für die Kinder, dass sie sehen, wie es sich lohnt, an Familie festzuhalten.»

Auf die Frage, was dabei besonders schwierig ist, antwortet Julia: «Der Zeitgeist, wo Individualismus und Freiheit herrscht. Dem widerstreben Werte wie Dienen, sich unterordnen etc. doch total. Oft denkt man, daran festzuhalten ist doch aufwändig, aber der Preis davon ist Einsamkeit.» Und Ale ergänzt: «Der Mensch ist als Beziehungswesen geschaffen, und zweitens soll die Beziehung in einem Bund auch Schutz finden – dass man trotz Schwierigkeiten zusammen bleibt. Und drittens, dass man einander dient, und nicht Angst hat, zu kurz zu kommen.»

Die Serie in der lifechurch

Die Thematik wird unter anderem mittels Predigtserie in der Gemeinde behandelt. Bei den zehn Unterthemen kommen beispielsweise Folgende vor: 

  • Familie 1.0 – Gottes Idee vs. Zeitgeist
  • Typisch Mann, typisch Frau – genial verschieden
  • Kids Alarm - kleine Wunder
  • Grosses Potential oder Generationenpower - von Uroma bis Enkel

Kleinkind-Phase überleben und Freude behalten

«Wenn es schwierig in der Beziehung wird, sollte dies nicht als Zeichen fürs Trennen gesehen werden, sondern man sollte neu anfangen, eine neue Tiefe finden. Und es ist klar, dass bei Menschen Verletzungen passieren. Bei mitbetroffenen Kindern macht mich das besonders traurig. In der Kleinkindphase trennen sich laut Studien rund 40 Prozent innerhalb eines Jahres nach der Geburt des ersten Kindes. So sollte man sich zweimal mehr überlegen, Hilfe von aussen zu beanspruchen, um die Kurve zu kriegen», so der Familienmensch Ale.

Julia ergänzt: «Investiert euer Geld in Sachen, die Spass machen. Es ist so gut investiertes Geld, und zwar in das, was man halt gerade braucht. Denn in den Kennenlern-Jahren hat man viel Lustiges unternommen. Wir gehen auch an den Punkt zurück: Was machten wir, als wir uns verliebten?»

Kompass zeigt in Richtung gesunde Familie

Ale Bachmann resümiert: «Die Gemeinschaft zu pflegen ist wichtig, und auch geistlich Familie zu sein; auch dass alle, Singles und andere, Teil von einer erweiterten Familie sein können.»

Familien- und Ehe-Angebote würden mehrheitlich, eigentlich fast ausschliesslich, von Kirchen angeboten, fährt die Familienfrau fort und ergänzt: «Wir haben solch einen Schatz, gerade für Leute, die sich leer oder orientierungslos fühlen. So kann die Gemeinde ein Kompass oder Nordstern sein. Wir sollten ein Bild von Freiheit oder Sehnsucht der Familie malen und sagen: Dahin wollen wir! Wenn Familien als kleinste Zellen heil werden, wird auch die Gesellschaft heil.»

Zum Talk:

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Datum: 20.02.2026
Autor: Roland Streit
Quelle: Livenet

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