Nur eine Frage der Zeit
Wir alle tragen Träume, Wünsche und Sehnsüchte in uns. Wir wünschen uns Veränderung, hoffen, dass sich Wünsche erfüllen oder dass wir von Krankheiten und Süchten befreit werden. Auch wenn wir noch nichts von einem Wunder spüren, die Heilung weit entfernt scheint und wir das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, dürfen wir wissen: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Wunder kommt.
Wir haben gebetet, wir haben geglaubt, wir haben Gott nicht aufgegeben – deshalb ist der Durchbruch schon auf dem Weg zu uns. Die Heilung wird kommen. Freiheit, neue Freude und neuer Segen warten auf uns. Auch wenn alles noch hoffnungslos aussieht, wir mit einer negativen Gewohnheit kämpfen, den Durchbruch nicht sehen oder beginnen, uns mit der Not abzufinden, dürfen wir wissen: Das Wunder wird kommen, denn die Wurzeln des Problems wurden in dem Moment zerstört, als wir begonnen haben, zu beten und zu glauben.
Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem, als ihn der Hunger überkam. Da sah er einen Feigenbaum, der bereits Blätter trug – ein Zeichen dafür, dass er eigentlich auch Feigen hätte haben sollen. Doch der Baum trug keine Frucht. Daraufhin wurde
Jesus zornig und verfluchte den Baum, indem er Folgendes sagte: «Nie wieder soll jemand von dir Feigen essen!» Das hörten auch seine Jünger. Markus Kapitel 11, Vers 14 NGÜ
Jesus verfluchte den Baum auf der Stelle, doch zunächst geschah scheinbar nichts. Die Blätter blieben grün, der Baum stand da wie zuvor – keine sichtbare Veränderung. Man kann sich gut vorstellen, wie die Jünger sich fragend ansahen und vielleicht dachten: Was war das? Hat es diesmal etwa nicht funktioniert? Hat Jesus seine Macht verloren? Schliesslich hatten sie miterlebt, wie seine Worte Blinde sehend machten, Lahme aufstehen liess und sogar ein stürmisches Meer zur Ruhe brachten – und nun schien sich nichts zu verändern.
Doch lesen wir, wie es weiterging: «Früh am nächsten Morgen kamen sie wieder an dem Feigenbaum vorbei und sahen, dass er bis zu den Wurzeln verdorrt war. Da erinnerte sich Petrus an Jesu Worte und rief: 'Rabbi, sieh nur, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!'» Markus Kapitel 11, Verse 20–21 NGÜ
Der Baum war verdorrt bis zu den Wurzeln. Als Jesus ihn verfluchte, war äusserlich zunächst nichts sichtbar. Doch genau ab dem Moment, als Jesus den Fluch aussprach, starben die Wurzeln des Baumes ab.
Dranbleiben, auch wenn noch nichts sichtbar ist
So ist es auch bei uns. Wenn wir Gott um ein Wunder bitten, wenn wir beginnen, daran zu glauben, dass das Wunder geschehen wird, kann es gut sein, dass man im Äusseren anfangs nichts sieht. Wir sind immer noch krank. Wir sind immer noch am Kämpfen. Die Not ist nicht einfach auf einen Schlag verschwunden. Die Herausforderung ist noch da. Das Wunder ist noch nicht sichtbar geschehen – aber in der unsichtbaren Welt sind die Wurzeln unseres Problems bereits verflucht und schon tot.
Bleib in der Zwischenzeit einfach dran, gib Gott und den Glauben nicht auf, geh weiter, glaube weiter, hoffe weiter und lass dir die Zusagen nicht rauben. Das Beste wartet noch auf dich!
Zum Autor: Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch «Auf dem Weg zum Besten» von Konrad Blaser. Er ist Pastor und leitet zusammen mit seiner Frau Andrea die Freikirche HOPE & LIFE. Der Emmentaler ist Vater von zwei Kindern und liebt es, mit anderen Menschen zusammen denselben Traum zu leben und ist begeistert von Jesus und der Kirche am Ort.
Hier gibt es noch mehr Infos zum Buch:
Zum Thema:
Den Glauben entdecken
Auf dem Weg zum Besten: Wer bin ich?
Auf dem Weg zum Besten: Gott sieht deinen Verlust
Datum: 07.06.2026
Autor:
Konrad Blaser
Quelle:
HOPE und LIFE CHURCH