Zum Relaunch: Jesus(.ch) will Leben verändern
In der «Gemeinde für Christus» (GfC) in Bern wurde die Erneuerung von jesus.ch eingeläutet – unter anderem durch einen Talk, mit den Gästen Stefan Maag, Markus Staub und Daniel Imboden; drei Männer, die Jesus bekannt machen und in verschiedenen Bereichen vorleben, wie man in der Gesellschaft einen Unterschied macht.
Stephan Maag, kreativer Evangelist, Bergbauer und Schäfer, über die neu gestaltete Webseite: «Ich freue mich sehr und ich glaube, dass ganz viele Menschen durch die neue Seite Jesus kennenlernen werden. Der Name Jesus hat Kraft.»
Dies sehe er, wenn er mit dem Kreuz durch Europa geht. «Der Wind hat gedreht. Junge Menschen sind offen für Jesus. Sie haben echtes Interesse. Es braucht Leute, die hinausgehen und begeistert sind von Jesus. Aber es braucht auch online, in der digitalen Welt, einen Ort, wo man die Menschen abholen kann. Ich erlebe es immer wieder, dass ich Leuten sage, sie sollen auf jesus.ch schauen gehen. Oder in anderen Ländern, dass sie Jesus googlen sollen. In der Türkei betete ich einmal für einen Mann und er schrieb mir später, dass er Jesus im Internet suchte, Christ wurde und dass er nun auch ein Nachfolger von Jesus ist.» Es brauche auch in der medialen Welt Männer und Frauen, die von Jesus im digitalen Raum berichten.
Veränderung sichtbar machen
Markus Staub, Co-Pastor im Zentrum Rybrügg Frutigen und Co-Leiter des Missionswerks «msd» in Frutigen: «Was mich sehr freut, ist die Doppelseitigkeit: Einerseits nach aussen Jesus bekannt machen und andererseits nach innen wirken. Ich glaube, dass wir nur, wenn wir innen gesund sind, gute Früchte bringen und wir ein guter, gesunder Baum sind.»
Daniel Imboden, CEO der Heilsarmee Schweiz, wünscht sich, Stories zu lesen von Menschen, deren Leben durch Jesus verändert worden ist. «Es läuft darauf hinaus, zu sehen, was es heisst, wenn man Jesus in seinem Leben hat.» Es gehe darum, aufzuzeigen, was sich damit verändert.
Das Kanaanäische «beerdigen»
Bei der Heilsarmee wünsche man sich, dass Leben verändert werden. «Das kann in verschiedenem Hinblick geschehen. Da wünsche ich mir, dass jesus.ch zeigt, wo es diese veränderten Leben gibt.»
Wichtig sei, eine Sprache zu sprechen, die verstanden wird. Es gehe darum, das Kanaanäische zu beerdigen, erklärt Stephan Maag. «Die Leute wollen authentische Jesus-Nachfolger. Wenn ich als Pastor und Evangelist unterwegs bin, will ich eine normale Sprache wählen. Wir müssen lernen, die Sprache der Leute zu reden. Wir alle haben ein Zeugnis, wir alle haben etwas zu sagen. Die grösste Lüge unter Christen ist: ‘Ich habe nichts zu sagen.’ Alle haben ein Lebensthema.»
«Daran haben wir ‘kranket’»
«Wenn wir authentisch sind, hat das eine ganz andere Wirkung», bilanziert Markus Staub. Das sei bisher das Problem gewesen: «Wir setzten eine Begrenzung, wie man zuerst einmal sein muss: Alles schön brav und sauber – darum sind viele Leute davor abgeschreckt, ihr Leben Jesus anzuvertrauen, weil sie nachher eine perfekte Leistung erbringen müssen.»
In der Gesellschaft haben wir herausfordernde Zeiten, erklärte Flo Wüthrich. Wie das Beispiel mit dem Mann, der sich in einem Postauto in Kerzers das Leben nahm und mehrere Menschen mit in den Tod riss. Daniel Imboden: «Es gibt immer mehr Menschen – auch junge Leute – mit psychischen Problemen. Die Frage ist: Wer geht ihnen nach, wenn sie nicht in einer Institution psychisch betreut werden?» Die Heilsarmee könne Menschen betreuen, aber man kann nicht überall sein. «Wir sind bekannt dafür, dass wir für Obdachlose da sind, aber unter ihnen gibt es auch immer mehr mit psychischen Problemen.»
Manchmal reichen kleine Schritte
Der Bedarf ist gross. «Manchmal braucht es nur ganz kleine Schritte: hinschauen, aufmerksam sein, ein Herz haben, das sich anderen zuwendet.» Es gibt immer mehr Leute, die diese Problematik mitbringen und weniger Menschen, die bereit sind, ihnen nachzugehen. «Da müssen wir uns als Gesellschaft an der Nase nehmen, wir sollten uns mehr umeinander kümmern.»
Und Stephan Maag ergänzt: «Kirche wäre ja Gemeinschaft. Jesus ist nicht gekommen, um eine Religion ‘zu machen’, sondern um Beziehung zu leben. Er hat mit seinen zwölf Jüngern Beziehung gelebt und am Anfang sehen wir, dass Gott ein Gott der Beziehung ist. Was unsere Gesellschaft braucht, sind Freunde und da muss man nicht perfekt sein, da kann man einfach sein. Gerade Menschen in Not, die einsam sind, sind oft auch suchend.» Manchmal habe man das Gefühl, dass man jemandem nicht helfen kann. «Aber sehr oft ist es ein Kaffee trinken und etwas Zeit verbringen.» Das sei Kirche. «Kirche ist, Beziehung zu leben. Die Menschen suchen nach Sinn. Das ist unsere Aufgabe.»
Gott könne uns nicht nur brauchen, «wenn wir ein bestimmtes Level an Perfektionismus haben. Das braucht es nicht. Die Menschen suchen Menschen.»
«Sich treiben lassen»
Markus Staub, der im Gemeindelokal lebt, erklärt, dass er sich treiben lasse von der Liebe zum Nächsten. «Wir haben bei uns im Haus von unserem Missionswerk Deutschkurse für Migranten, wir leben Beziehungen im Dorf, versuchen einander nahe zu sein und einander zu helfen. Ich glaube fest daran, dass das Auswirkungen haben wird. Ich möchte noch mehr davon sehen, dass wir das machen und so leben. Man kann nicht gut sagen: ‘Ihr solltet!’, wenn man es nicht selbst tut.»
Vor zehn Jahren, beim Johannes 3,16-Event, konnte die Allianz gewonnen werden und zuletzt wurde ein Fest der Dankbarkeit organisiert. Markus Staub erinnert sich: «Nicht-Christen und Christen arbeiteten zusammen, es gab einen kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad, weil wir es dort organisierten. Wir konnten damit ausdrücken, dass wir dankbar sind, weil wir diesen Gott kennen, der uns so sehr liebt, dass er seinen Sohn gab, damit wir nicht verloren sind, sondern ewiges Leben haben dürfen.» Die Leute zu einem Brunch einzuladen, bei dem die Kinder kostenlos ins Schwimmbad konnten und wo es ein Kinderprogramm gab, war ein sehr einfacher Einstieg.
Dies ganz im Sinne des Neustarts von jesus.ch, denn dieser will genau dort ansetzen: bei Menschen, die suchen, fragen und hoffen. Jesus ist nur ein Gebet weit entfernt.
Zum Talk:
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Datum: 21.03.2026
Autor:
Daniel Gerber
Quelle:
Livenet