Neue Charts stärken britische, christliche Musikszene
Ihre Reise als Christin ist das einzige, worüber sie schreiben will, sagt Laura Ehio (25). «Ich war schon immer in der Kirche, und als ich anfing, Songs zu schreiben, ergab es einfach Sinn, über Gott, Jesus und seine Liebe zu schreiben.»
Doch trotz vieler grosser Namen wie Aretha Franklin oder Rappern wie Stormzy gab es nie einen offiziellen Ort, an dem die Musik, die auch Laura Ehio zu machen liebt, anerkannt wurde, schreibt «BBC».
Das hat sich nun geändert: Ab sofort gibt es britische Singles-Charts für das Genre. Laura Ehio sagte gegenüber «BBC»: «Das Evangelium bedeutet gute Nachricht. Gospelmusik heilt – sie ist eine Chance, Heilung, Hoffnung, Glauben, Ermutigung und viele positive Dinge zu empfangen.»
Nachfrage gewachsen
Laut der «Official Charts Company» ist die Nachfrage nach glaubensbasierter Musik in den letzten zehn Jahren stark gestiegen (seit 2015 um 64 Prozent). Laura Ehio freut sich gegenüber «BBC» über die neuen Charts: «Sie schaffen eine Infrastruktur für die christliche Szene im Vereinigten Königreich – das bedeutet mehr offene Türen und mehr Möglichkeiten.»
Die Singer-Songwriterin Chantelle Rutendo (23), deren erste Single «Holy Father» seit ihrer Veröffentlichung 2023 auf Spotify 1,4 Millionen Streams erreicht hat (und die in den neuen Charts mit «My heart your home» und «Psalm 51» gleich doppelt vertreten ist), zu «BBC»: «Es ist immer etwas Gutes, wenn christliche Künstler eine Plattform ausserhalb der vier Wände einer Kirche bekommen – eine Plattform, um Menschen zu erreichen, die sie an einem normalen Tag nicht erreichen würden.»
Charts für Briten
Tolu «Lady T» Adepegba arbeitet für «AStepFWD», eine Medien- und Kreativorganisation, die dabei geholfen hat, die Charts aufzubauen. Sie sagt, es sei wichtig, dass sie nur britischen Künstlern gewidmet ist. «Für sie ist das eine Chance, dass ihre Musik landesweit anerkannt wird.» Und weiter erklärte sie «BBC»: «Ich glaube, es gibt einen grossen Hunger nach Musik mit Substanz, Musik mit Bedeutung – und Gospelmusik bringt genau das.»
Und Laura Ehio glaubt, dass «Gospelmusik lange übersehen wurde und von Mainstream-Plattformen, den Charts und Radiosendern nicht beachtet wurde. Und sie erklärte: «Wenn du die christliche Musikszene nicht wahrnimmst, verpasst du etwas.»
Zum Thema:
Problemfeld «Worship»: Welchem Gott singen wir da?
«To Be Honest»: O’Bros auf Platz eins der Albumcharts
Rang 1 in Hitparade: Christliche TikTok-Sängerin schreibt Charts-Geschichte
Datum: 17.03.2026
Autor:
Daniel Gerber
Quelle:
Livenet / BBC