Sarah Connor und Sido

«Interstellar» – Pophoffnung auf Ewigkeit

Sarah Connor
«Da ist was Grosses, das uns beschützt», singen Sarah Connor und Sido in ihrem aktuellen Hit «Interstellar». Dahinter steckt keine tragfähige Antwort, aber eine tiefe Sehnsucht.

Sarah Connor (46) ist seit vielen Jahren eine Pop-Ikone. Trotz Zeiten der Bühnenabstinenz scheint sie immer wieder nahtlos den Anschluss an ihre älteren Erfolge zu schaffen. Der Deutsch-Rapper Sido (45) begann seine Karriere als Mann mit der silbernen Maske. Für viele überraschend haben die beiden nun ein gemeinsames Musikprojekt an den Start gebracht: Die Single «Interstellar» ist am 6. März 2026 erschienen.

Erster Eindruck

Nebenschwaden und Einsamkeit. Der Music-Clip zu «Interstellar» ist in dunkler Science-Fiction-Optik ohne die üblichen technischen Gadgets gehalten. Man bekommt praktisch niemanden zu sehen ausser Sarah Connor, die den Hauptpart singt, und Sido, der einen Zwischenteil rappt. Eine ganze Gruppe von Personen bleibt ohne Gesicht. Das Set bleibt schwarz, auch wenn sich im Hintergrund so etwas wie eine Tür ins Helle auftut. Im vollen Kontrast zur düsteren Filmoptik stehen die tanzbare Musik und der eher hoffnungsvolle Text des Songs. Laut Universal Music wollten die beiden «Hoffnung [geben] mit ihrer überirdischen Single». Ihre sehr unterschiedlichen Stimmen und Stile ergänzen sich dabei hervorragend und ziehen einen regelrecht in ihre Welt hinein.

Tieferer Sinn

Was steckt nun dahinter, wenn die beiden Top-Musiker über etwas singen, was «zwischen den Sternen» – interstellar – ist? «Hab’ gehört, du bist’n Astronaut / Hast du vielleicht bisschen Sternstaub?» beginnt der Song und fragt dann nach dem, was Hoffnung im Dunkel gibt. Im Refrain betont Sarah Connor: «Da ist was Grosses, das uns beschützt / Irgendwie, irgendwo, irgendwann / Komm’n wir alle bei dir an.» Konkreter als dieses Bild wird es nicht im Lied, aber es wird deutlich, dass die Hoffnung «oben bei den Stern’n» ist und daraus besteht, «wieder zusamm’n» zu sein. Den vollständigen Text findest du hier.

Frage oder Antwort?

Wenn du mit einer christlichen Perspektive oder Erwartungshaltung an das Lied herangehst, dann denkst du dir vielleicht, dass die Antworten etwas dünn ausfallen. Stimmt. Aber das war offensichtlich auch nicht das Ziel von Sarah Connor und Sido. Sie bringen keine ausgefeilten Antworten auf die Fragen nach Hoffnung, Zukunft und Ewigkeit – das wäre in 2:28 Minuten auch sehr herausfordernd. Stattdessen nehmen sie unsere düsteren Zeiten auf und malen ein Bild, das zeigt, dass sie nicht das Ende sind. «Da ist was Grosses, das uns beschützt» zeigt die Sehnsucht, die in ihnen liegt wie in jedem Menschen. Das tiefe Wissen, dass es mehr gibt als das, was wir gerade vor Augen haben. Die Erwartung, dass sich eine Tür auftun wird, durch die wieder Licht hineinscheint. «Interstellar» gibt damit keine Antworten auf die Frage, wer hier wem hilft, aber manchmal reicht es schon, sich der Sehnsucht bewusst zu werden, um nach Antworten suchen zu wollen.

Zum Video:

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Datum: 18.03.2026
Autor: Hauke Burgarth
Quelle: Livenet

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