SWS eröffnet Jugendanlaufstelle

Wenn zuhause Krieg ist – oder gar nichts mehr

Mila – Anlaufstelle für junge Menschen
Am 15. März eröffnete das SWS die Jugendanlaufstelle Mila. Das Angebot richtet sich an junge Menschen in prekären Lebenssituationen und bietet ihnen unentgeltlich einen geschützten Raum und Unterstützung bei der Entwicklung von Perspektiven.

Die neue Jugendanlaufstelle Mila (abgeleitet vom Standort an der Kreuzung Militär- /Langstrasse) steht jungen Menschen im Alter von 16 bis 23 Jahren täglich von 9 bis 17 Uhr offen. Es bietet ihnen eine niederschwellige, kostenlose und anonyme Möglichkeit, sich tagsüber in einem geschützten Raum aufzuhalten. 

Recht auf eine eigene Zukunft

Ziel dieses neuen Angebots von den Sozialwerken Pfarrer Sieber (SWS) ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in prekären Lebenssituationen einen sicheren Rückzugsort zu bieten und sie durch gezielte Beratung und Angebote zu stärken. Der Fokus des Angebots liegt auf Prävention, um den Verlust sozialer Anbindungen und das Abrutschen in die Obdachlosigkeit zu verhindern. «Jugendliche haben ein Recht auf eine eigene Zukunft. Wo das gefährdet ist, handeln wir», betont SWS-Gesamtleiterin Friederike Rass.

Das Angebot umfasst einen niederschwelligen Zugang, Verpflegung in Form von Snacks und Mittagessen, Gesprächen, Beratung und Begleitung. In der Jugendanlaufstelle sind auch Begleittiere willkommen. Die Jugendanlaufstelle Mila ergänzt die Angebote des Sozialwerks Pfarrer Sieber für diese Altersgruppe tagsüber. Bereits seit 2007 unterstützt die Stiftung des bekannten Zürcher Obdachlosenpfarrers junge Menschen in Krisensituationen mit der Jugendnotschlafstelle Nemo.

Zur Website:
NEMO -Mila

Zum Thema:
In eigener Sache: Lebensberatung: Was können wir noch besser machen? 
Sozialwerk Pfarrer Sieber: Notschlafstellen für obdachlose Erwachsene 
Vier Gründe: Warum die Kirche Jugendliche verliert – und was hilft 

Datum: 19.03.2026
Quelle: Sozialwerk Pfarrer Sieber SWS

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