Ausbildung im Fokus

Afrikas Kirchen boomen – mehr Leiter sind gefragt

ACTEA feier 50 Jahre Mission
Die ACTEA feiert ihr 50-jähriges Bestehen in Äthiopien und blickt zugleich nach vorn: Angesichts des rasanten Kirchenwachstums in Afrika ringen Leiter und Ausbilder darum, wie mehr qualifizierte Pastoren ausgebildet werden können.

Die «Association for Christian Theological Education in Africa» (ACTEA) feierte soeben ihr 50-jähriges Bestehen während ihrer Generalversammlung in Bishoftu in Äthiopien. Dabei diskutierten theologische Ausbilder und christliche Leiter aus ganz Afrika, wie die Ausbildung von kirchlichen Leitern angesichts des schnellen Wachstums des Christentums auf dem Kontinent ausgeweitet werden kann.

Die Versammlung, die unter dem Motto «Future Ready, Mission Faithful» stand, hat nach Angaben der Organisatoren Vertreter theologischer Einrichtungen aus 31 Ländern angezogen. Zu den Teilnehmern gehörten Leiter der «Association of Evangelicals in Africa» sowie Verantwortliche von Seminaren, Universitäten und Bibelschulen, die Teil des Akkreditierungsnetzwerks von ACTEA sind.

Raschem Wachstum gerecht werden

Redner sprachen über Herausforderungen für die theologische Ausbildung in Afrika, darunter die Notwendigkeit, Leiter auf sich schnell verändernde kulturelle Kontexte, technologische Entwicklungen und die anhaltende Ausbreitung der Kirchen auf dem Kontinent vorzubereiten.

Das Treffen fand zudem zu einer Zeit statt, in der christliche Leiter warnen, dass das rasche Wachstum der Kirchen in Afrika die Kapazitäten der theologischen Ausbildungsstätten zur Ausbildung von Pastoren und Leitern im Dienst übersteigt.

In einem früheren Interview sagte ACTEA-Exekutivdirektor David Tarus, dass viele Gemeinden in Afrika von Pastoren geleitet werden, die nur wenig oder gar keine formale theologische Ausbildung erhalten haben. Grund dafür sei, dass die Zahl der Ausbildungsstätten und Lehrkräfte nicht mit dem Wachstum der Kirchen Schritt gehalten habe.

Ein phänomenales Wachstum

«Das Wachstum der Kirche in Afrika war phänomenal, aber die theologische Ausbildung ist nicht im gleichen Tempo gewachsen», reflektierte Tarus. «Die Herausforderung besteht darin, genügend Leiter auszubilden und gleichzeitig starke theologische Standards aufrechtzuerhalten.» Laut Tarus hat der Mangel an ausgebildeten Leitern dazu geführt, dass theologische Ausbildungsstätten neue Ansätze prüfen, darunter modulare Programme, Online-Lernen und Partnerschaften zwischen Seminaren und lokalen Gemeinden, um Ausbildungsmöglichkeiten zu erweitern.

ACTEA wurde 1976 als Projekt der Kommission für theologische Ausbildung der «Association of Evangelicals in Africa» gegründet. Ziel war es, Akkreditierung und Qualitätssicherung für evangelikale theologische Einrichtungen auf dem gesamten Kontinent bereitzustellen. Zu dieser Zeit waren formale Akkreditierungssysteme für Seminare und Bibelschulen in vielen afrikanischen Ländern noch begrenzt.

Heute arbeitet ACTEA mit evangelikalen Universitäten, Seminaren und Bibelschulen in ganz Afrika zusammen, um die theologische Ausbildung durch institutionelle Akkreditierung, Forschung und Kapazitätsentwicklung zu stärken.

Ziel: Geistlich gefestigt und gut ausgebildet

Die Diskussionen während der Versammlung konzentrieren sich auf die Zukunft der theologischen Ausbildung in Afrika, während die Kirchen sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten schnell wachsen.

David Tarus sagte, das Ziel vieler Einrichtungen sei es, Wege zu finden, den Zugang zur theologischen Ausbildung zu erweitern, ohne akademische Standards oder biblische Grundlagen zu schwächen. «Die Kirche in Afrika braucht Leiter, die sowohl geistlich gefestigt als auch theologisch gut ausgebildet sind», sagte er.

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Datum: 18.03.2026
Autor: CDI / Daniel Gerber
Quelle: Christian Daily International / gekürzte Übersetzung: Livenet

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