«Menschen in ihre Kraft bringen»
Schon beim Wort zum Sonntag habe sie gelernt, ihre «Message klar und persönlich rüberzubringen», sagt Rita Famos. Beim Forum christlicher Führungskräfte am Freitag, 11. September 2026 in Winterthur möchte sie in ihrem Grusswort aufzeigen, dass Kirche und Wirtschaft nicht gegeneinander spielen. Vielmehr würden die beiden Bereiche «wichtige gesellschaftliche Wirkungsfelder teilen». Ausserdem beabsichtigt Rita Famos, über «Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung» und über Leitung als einen Dienst zu reden.
EKS vielfältig leiten
Die 60-Jährige bringt selbst viel Erfahrung als Führungsperson mit. Bevor sie zur Präsidentin der EKS gewählt wurde, arbeitete die in Uster wohnhafte Famos als Abteilungsleiterin für Spezialseelsorge bei der Reformierten Kirche Kanton Zürich. In ihrem jetzigen Beruf führt sie den Vorsitz des Rates der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Rita Famos vertritt die EKS im öffentlichen Leben und gibt den Mitgliedkirchen gemäss der Verfassung der EKS «Anregungen zum kirchlichen Leben und zur kirchlichen Auftragserfüllung». Ausserdem setzt sie sich für die Förderung der Beziehungen zwischen den Mitgliedkirchen ein.
Führungsqualitäten beweisen
Neben ihrer Tätigkeit bei der EKS ist Rita Famos auch geschäftsführende Präsidentin des Rates der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) sowie Vorsitzende des Schweizerischen Rates der Religionen (SCR). Auch in diesen beiden Funktionen stellt sie ihre Führungsqualitäten unter Beweis. Famos hat die GEKE nach aussen zu vertreten und versucht, die Kooperation zwischen den Mitgliedkirchen in Europa zu fördern. Bei der Dialogplattform zwischen unterschiedlichen Religionsgemeinschaften der Schweiz, dem SCR, setzt sich Famos für den «Dialog in religionspolitisch sensiblen Fragen» ein. Ziel des SCR sei unter anderem, «zum religiösen Frieden in der Schweiz beizutragen».
Partizipativ führen
Für diese Aufgaben sei ihr ein «Führungsverständnis, das gut zuhört, Verantwortung teilt und Klarheit nicht mit Härte verwechselt» eine Stütze. Famos beruft sich auf eine «partizipative Führungskultur»: Sie möchte die Personen, die sie führt, gemäss ihren Gaben fördern und «sie in ihre Kraft bringen». Für sie bedeute gute Führung, Orientierung zu bieten, Vertrauen aufzubauen und zusammen Verantwortung zu übernehmen. Das Grusswort am Forum christlicher Führungskräfte halte sie, um gläubige Führungspersonen zu ermuntern, «Mut, Integrität und Hoffnung in ihre Organisationen einzubringen». Famos begeistert es, «dass christliche Führung nicht nur nach Effizienz fragt, sondern nach Verantwortung für Menschen».
Datum: 10.08.2026
Autor:
Cyrill Rüegger
Quelle:
Forum christlicher Führungskräfte