So machten Kirchen Schlagzeilen

Singbegeisterte Adonia-Teenager und Godi Conference 26

So machten Kirchen Schlagzeilen
Diese Woche machen die Jugendlichen Schlagzeilen: Sowohl in der Ostschweiz mit der 6. «Godi Conference 26» als auch die 22 Adonia Chöre mit 1'500 singbegeisterte Teenager in 90 Ortschaften.

Zum sechsten Mal fand am Wochenende die Godi Conference im Pentorama in Amriswil TG statt. Über 20 Kirchen aus dem Oberthurgau – sowohl die evangelische Landeskirche als auch verschiedene Freikirchen – arbeiten gemeinsam zusammen. Die Godi Conference ist ein moderner Jugendevent, der auf natürliche und ungezwungen Art den christlichen Glauben weitervermittelt. Gemeinsam erleben die Jugendliche an der Konferenz die Liebe Gottes mit Inputs, Games, Konzerten und Gemeinschaft. Am Freitag standen die drei Rapper Jay Miller, AP Vise und Laprit auf dem Programm. Sie machen kein Geheimnis daraus, wofür ihr Herz schlägt, und teilen in ihren Texten offen und ehrlich ihren Glauben an Jesus Christus.

Die Medien richten ihre Aufmerksamkeit auf die Jugendlichen

Am Samstagabend gab es eine Worshipnight mit der ICF Youth, die Kirchenmusik und Partystimmung kombinieren. Am Sonntag markierte der Generationengottesdienst einen weiteren Höhepunkt. 2013 organisierte der Godi Amriswil ein erstes Mal mit der «ReLoveution-Tour» einen mehrtägigen Grossanlass im Pentorama. Bis zu 800 Besucher pro Abend, sehr positive Echos und eine begeisterte Schar von über 100 engagierten Jugendlichen haben die Veranstalter dazu veranlasst, etwas Ähnliches zu wiederholen. So wurde 2016 die «Godi Conference» geboren - zeitgemässe Gottesdienste, eine breite kirchliche Trägerschaft, moderne Musik, Künstler aus der Region und viele junge Menschen, die ihre Gaben und Talente in den verschiedensten Bereichen einsetzen.

Adonia-Teens-Chöre sind auf Tour

Christliche Jugendliche begeistern die Schlagzeilen mit ihren Chören

Einer der 22 Adonia Teens Chöre führt das Musical «Rahab» in Einsiedeln auf. Rund 70 Jugendliche studieren es während drei Tagen ein und bringen diese faszinierende Frau aus dem Alten Testament mit packender Musik und einer Botschaft voller Mut, Liebe und Sehnsucht auf die Bühne. Im Chor singt Marine Mabwanki aus Einsiedeln mit, berichtet der «Einsiedler Anzeiger». Die «Engadiner Post» schreibt, dass der Adonia-Chor mit dem Musical «Rahab» im Rondo in Pontresina gastiert. Das Musical erzählt die Geschichte der biblischen Figur Rahab und ist Teil einer schweizweiten Tournee. Am Projekt beteiligt sind auch über zehn Jugendliche aus dem Oberengadin, die auf und hinter der Bühne mitwirken. Die Aufführung richtet sich an ein breites Publikum und verbindet Musik, Schauspiel und Tanz zu einem rund zweistündigen Bühnenprogramm. In nur drei Tagen studieren die Adonia-Chöre und ihre Live-Bands ein bemerkenswertes Programm ein. Nebst dem Singen im Chor werden auch Theater, Tänze und Choreografien eingeübt. Über 1500 singbegeisterte Teenager beteiligen sich im Frühling 2026 an diesem Musical-Grossprojekt. Insgesamt gastieren sie in 90 Ortschaften in der Deutschschweiz und der Romandie, schreibt die «Andelfinger Zeitung».

Tradition triumphiert über den Zeitgeist

Die katholische Kirche boomt. Auch in Europa. Aber nur dort, wo sie den Mut hat, unzeitgemäss zu sein, berichtet die «Neue Zürcher Zeitung». Vor bald 150 Jahren dekretierte Friedrich Nietzsche, Gott sei tot. Ein paar Jahrzehnte später setzte Sigmund Freud nach. Er erklärte Religion zum Auslaufmodell: eine Art von kollektiver Zwangsneurose, die bald obsolet sein werde. Kaum eine Prognose ist deutlicher fehlgeschlagen als diese. Die Religionen sind nicht tot, im Gegenteil. Die christlichen Kirchen am allerwenigsten. 2,3 Milliarden Menschen sind Christen. Damit ist das Christentum die grösste Weltreligion. Und nicht nur das: Sie ist auch die Religion, die am schnellsten wächst. Weit über 100 Millionen Anhänger haben die christlichen Kirchen in den vergangenen Jahren gewonnen.

Besonders die katholische Kirche verzeichnet einen Boom. Schon seit einiger Zeit. Und dies nicht nur dort, wo sie schon seit langem Mitglieder gewinnt: in Afrika und Südostasien. Auch in den USA und in Europa wenden sich ihr deutlich mehr Menschen zu. Das Erzbistum Detroit meldete diesen Frühling fast 1'500 Neuzugänge, die höchste Zahl seit über zwanzig Jahren. Andere amerikanische Bistümer beobachten ähnliche Entwicklungen. Es sind vor allem junge Menschen, die sich der katholischen Kirche zuwenden. Die meisten stammen aus Familien, in denen Religion nicht die geringste Rolle spielte. In der Unbeugsamkeit einer Institution, die sich modischen Entwicklungen konsequent verweigert, spüren sie eine Verpflichtung, die sich nicht an kurzlebigen Opportunitäten orientiert, sondern an dem, was sie als ewige Wahrheit bewahren will. Das ist mehr als ein Trend. Keine Institution ist so sperrig und so unzeitgemäss wie die katholische Kirche. Genau das macht ihre Stärke aus.

Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.

Datum: 03.05.2026
Autor: Markus Baumgartner
Quelle: Livenet

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