Livenet-Talk

«Wir werden auf einen ‘Chlapf’ 1000 Plakate kleben lassen»

Peter Stucki, Präsident der Agentur C, und Markus Baumgartner, Vizepräsident, im Livenet-Talk
Direkt nach Ostern startet eine besondere Kampagne: 1000 Plakate in drei Sprachregionen rufen die Schweizer Bevölkerung mit drei Worten zum Innehalten auf. «Wachet und betet» soll Orientierung geben in einer zunehmend verunsichernden Weltlage.

Jetzt, direkt nach Ostern 2026, startet die «Agentur C» einen direkten Aufruf an die Einwohner der Schweiz. Peter Stucki, Präsident der Agentur C, gibt einen Einblick in die Dimension dieser Kampagne: «Wir werden auf einen ‘Chlapf’ 1000 Plakate kleben lassen.»

Dies in drei Sprachregionen in deutsch, französisch und italienisch – mit einem einzigen Vers: «Wachet und betet.»

PR- und Kommunikationsexperte sowie Agentur C-Vize-Präsident Markus Baumgartner hebt hervor, dass die Weltlage immer schlimmer wird und sich dies nicht nur beim Tanken zeigt. «Es hat breitere Auswirkungen, eine breitere Verunsicherung: Wir sind schon länger mental gestört, durch den Ukraine-Krieg. Jetzt kommt das noch dazu. Es ist weit weg und dennoch ganz nahe. Der Aufruf basiert auf das, was wir in der Nationalhymne singen: ‘Betet freie Schweizer, betet’.»

«… ich mache nur noch das, was ich höre»

Er mache nichts mehr von sich aus, sondern nur noch das, was er höre, bilanziert Peter Stucki. «Und wenn halt unser Chef im Himmel oben sagt: ‘Wacht und betet als Schweizer Volk’, dann muss ich das halt weitertransportieren und ich habe mich für eine Plakat-Kampagne entschieden.»

Normalerweise arbeitet die Agentur C mit jeweils acht Versen, für ein Jahr. Der Vorstand bestätigte diese 1000 Plakate. «Das ist sehr wichtig. Wir machen nie eine Veröffentlichung, die nicht im Vorstand einstimmig beschlossen ist; das ist für mich ein ganz zentraler Punkt: Einmütigkeit.»

«Bewusst Gott abgeben»

Der Vers geht namentlich auch auf Nehemia zurück. «Er kam als Statthalter nach Jerusalem zurück, um die Mauer wieder aufzubauen, doch der Auftrag war nicht so einfach, weil das Volk total entmutigt war», gibt Markus Baumgartner einen Einblick, in den Ursprung der Plakatkampagne.

Als dann der Wiederaufbau begann, zogen die Feinde auf. Deshalb wurden Wächter aufgestellt. «Der Wächter ist ein Hinweis auf das Wachen und wachsam sein. Deshalb ist Nehemia ein guter Hinweis für uns heute, wachsam zu sein und zu beten.» Vor allem wenn einem die Welt überfordert. «Wo uns die Welt überfordert, können wir dies bewusst Gott abgeben», analysiert Markus Baumgartner.

«Der Geist ist willig …»

Peter Stucki erinnert an eine weitere biblische Begebenheit, als die Jünger im Garten Gethsemane schliefen. Jesus hielt sie dazu an, zu wachen und zu beten. Dann ging Jesus beten und als er zurückkehrte, schliefen die Jünger wieder. «Und das dreimal. Danach geschah die Gefangennahme. Der Hintergrund von dieser Geschichte ist die Bedrängnis. Das ist das Weltbild das wir heute haben: Überall ist Bedrohung.»

Das müsse man Spiegeln. «Jesus ergänzte: ‘Damit ihr nicht in Anfechtung fallt.» Da er anschliessend weggehen würde. «Und wenn ihr nicht wacht und betet, könnt ihr umfallen. Und das soll das Schweizer Volk wieder neu begreifen.»

Markus Baumgartner weisst ausserdem auf die biblische Aussage hin: «Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Wir werden von anderen Sachen besetzt oder mögen nicht mehr. Deshalb finde ich einen solchen Aufruf sehr angebracht. Ab und zu braucht es einen solchen Weckruf.»

«Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!»

Peter Stucki erinnert an die in Bedrängnis geratene Reformation, als Ulrich Zwingli ermutigte: «Tut um Gottes Willen etwas Tapferes! Das Tapfere, welches das Schweizer Volk nun tun kann, ist wachen und beten.»

Gleichzeitig erinnert Markus Baumgartner an die Hoffnung: «Die Hoffnung überstrahlt alles. Hoffnung bedeutet nicht nur ein bisschen Optimismus, das morgen vielleicht schönes Wetter ist. Wir haben eine zuversichtliche Hoffnung: Am Schluss bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, sagt Paulus in der Bibel, in 1. Korinther Kapitel 13. Wir sind ganz überzeugt, dass Gott beim ganzen Wirrwarr dieser Welt die Hoffnung erfüllen wird. Die Hoffnung erfüllt sich nicht erst im Jenseits sondern hier auf Erden, dass wir in unserem Herz einen tiefen Frieden haben können.»

Zum Talk:

Zum Autor: Daniel Gerber schreibt seit 25 Jahren für Livenet. Er ist freier Journalist und Autor mehrerer Bücher; zuletzt «Wo Jesus barfuß geht» (im SCM Hänssler-Verlag) mit Markus und Katharina Freudiger. Besonders wohl fühlt er sich in den Weiten Afrikas.

Datum: 07.04.2026
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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