Aktuelles

Ein Tag im Zeichen des Gebets

Die Beitragenden Adrian Furrer, Marc Jost, Daniela Baumann und Cristian Rusch
Zum dritten Mal lud die Agentur C nach Bern zu einem Impuls- und Begegnungstag ein. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in verschiedene Gebetsformen und erlebten eine Tagung, die von Lobpreis und Gemeinschaft geprägt war.

Welche Arten von Gebeten gibt es überhaupt? Und wie sollte man ein Gebet am besten aufbauen? Diese und viele weitere Fragen wurden am diesjährigen Impuls- und Begegnungstag der Agentur C beantwortet. Rund 130 Christinnen und Christen unterschiedlichen Alters und aus der ganzen Schweiz erschienen zu dieser Tagung, die von Markus Baumgartner als Vizepräsident der Agentur C moderiert wurde. Zwischen den einzelnen Referaten wurden, ähnlich wie bei einem Gottesdienst, verschiedene Lobpreislieder gesungen und Gebete gesprochen.

Innige Beziehung zu Gott dem Vater

Matthias «Kuno» Kuhn, der Leiter des G-Movement und des Gemeindegründungsprojekts Connect in Zollikofen, startete den ersten Impuls zum Thema «Motivation zum Beten». Dabei stand das Unser-Vater-Gebet im Zentrum, das Jesus damals seinen Jüngern offenbart hatte. Das Gebet spiegelt die leidenschaftliche und innige Beziehung von Jesus, dem Sohn Gottes, zu Gott dem Vater wider. Diese Beziehung zum allmächtigen Vater dürfe man auch selbst ausleben. Kuno Kuhn erklärte, dass ein Gebet keine Beschreibung der sichtbaren Umstände sei, sondern eine Forderung der himmlischen Zustände. Es bedeute, dass man mit Gottes Perspektive die Welt erkennen und seinen Willen dafür einfordern kann.

Anschliessend gaben die beiden Mitglieder der Communität Don Camillo von Montmirail, Daniela Baumann und Rebecca Zimmermann, einen Einblick ins Thema «Beten in der Gemeinschaft». Sie zeigten, dass der Gesang ein wichtiger Bestandteil im Leben in der seit 1977 bestehenden Gemeinschaft ist. So ist zum Beispiel der sogenannte Philipper-Hymnus jeweils ein Teil des Mittagsgebets. Laut Rebecca Baumann ermöglicht Singen Gemeinschaft, weil im Gesang alle miteinbezogen werden – selbst jene, die nicht mitsingen.

Jesus in der Unternehmenswelt

Weiter ging es mit einem Interview mit Cristian Rusch, CEO der Filtrox AG in St. Gallen und Mitglied des Leitungsteams vom Unternehmergebet Schweiz. Zum Thema «Beten im Unternehmen» präsentierte er das Kernanliegen, dass Jesus in der Unternehmenswelt gross gemacht wird. Cristian Rusch erzählte zudem von einem schweren Schicksalsschlag, den er vor vier Jahren erlebt hatte: Am Karfreitag 2022 kam seine damals 22-jährige Tochter bei einem Bergunfall ums Leben. Dies habe dazu geführt, dass er oft wütend auf Gott war. Dennoch ist Cristian Rusch durch sein Vertrauen auf Gott wieder aus dieser Phase der Zerbrochenheit herausgekommen.

Cornelia Amstutz zeigte als Landeskoordinatorin der internationalen Gebetsbewegung «Moms in Prayer», wie «Beten mit der Bibel» geht. Sie zeigte, auf welche Art die Mütter der Bewegung für den Schutz ihrer Kinder beten. Dabei sei besonders wichtig, dass man Gott anbetet, ihn um Vergebung bittet, sich bei ihm bedankt und eine Fürbitte integriert.

Polizistin kommt durch Plakate zum Glauben

Peter Stucki

Am Nachmittag stellte Peter Stucki als Präsident der Agentur C das bekannteste Projekt der Agentur vor: die Plakate mit Bibelversen, die in allen Sprachregionen der Schweiz anzutreffen sind. Inzwischen sind es 11'500 pro Jahr, die von bis zu vier Milliarden Blicken erfasst werden. Das Wiedererkennungsmerkmal dieser Plakate ist die Darstellung der Bibelverse in gelber Schrift auf blauem Hintergrund.

Peter Stucki berichtet, dass die Bibelverse manchmal auf Widerstand stossen – besonders in der Romandie. An bestimmten Ortschaften seien christliche Botschaften im öffentlichen Raum unerwünscht. Davon lässt sich die Agentur C jedoch nicht beirren, denn sie kann auch von vielen positiven Reaktionen berichten. Peter Stucki erzählte, dass beispielsweise eine Polizistin durch die Bibelvers-Plakate den christlichen Glauben gefunden hat. Stucki führte dann durch einen Gesangsgottesdienst. Als Höhepunkt hielten alle Anwesenden eine zehn Mal zehn Meter grosse Schweizer Flagge hoch, sangen die Schweizer Hymne und beteten gleichzeitig dafür, dass die Parlamentarier in Bund, Kanton und Gemeinden die richtigen Entscheidungen fällen sollen.

Alle Teilnehmenden konnten als Geschenk ein postversandgerechtes Kreuz mit nach Hause nehmen. Schon wurden einige Tausend von diesen Holzkreuzen in der Schweiz verschenkt. Die Vision von Peter Stucki für die nächsten Jahren sind 100'000 Kreuze an vielen Orten der Schweiz. Dies als Gegenwicht zum Trend, bei dem Kreuze und Kruzifixe in öffentlichen Räumen entfernt werden. Zum Abschluss der Tagung wurde ein von Nationalrat Marc Jost geführtes Abendmahl gefeiert. Insgesamt zeigte der Impuls- und Begegnungstag der Agentur C, wie vielfältig, alltagsnah und gemeinschaftsstiftend christliches Gebet sein kann.

Datum: 01.04.2026
Autor: Kim Ariffin
Quelle: b-public

Publireportage
Werbung
Livenet Service
Werbung