Auf dem Weg zum Besten

Sorge dich nicht!

Jesus erinnert uns daran, dass er selbst für uns sorgen wird
Durch unseren Glauben an Jesus haben wir immer wieder die Freiheit, selbst zu entscheiden, wer oder was Zutritt zu unserem Lebenshaus bekommt. Gedanken von Pastor Konrad Blaser.

Dank unseres Glaubens an Jesus sind wir in dieser Welt keine Getriebenen mehr. Unser Leben hat eine Bestimmung, und wir sind all dem Negativen nicht einfach ausgeliefert. Wir haben die Freiheit zu entscheiden: Wir können Ja oder Nein sagen. Jesus hat uns frei gemacht. Diese Freiheit umfasst die Möglichkeit, bewusst zu entscheiden, ob wir Kummer, Ängsten und Sorgen Raum geben oder ob wir an den Zusagen Gottes festhalten wollen.

Ungebetene Gäste

Unser Innenleben lässt sich mit einem Haus vergleichen. Es gibt darin verschiedene Räume – einige geordnet und friedlich, andere erfüllt von Sorgen. Diese Zimmer stehen für Lebensbereiche wie Ehe, Familie, Zukunft, Beruf, Kinder oder Finanzen. Manchmal nehmen sie uns stark ein, manchmal weniger. Doch das Entscheidende ist: Durch unseren Glauben an Jesus haben wir immer wieder die Freiheit, selbst zu entscheiden, wer oder was Zutritt zu unserem Lebenshaus bekommt. Es kann nämlich gut sein, dass es eines Tages an deiner inneren Haustür klopft. Du öffnest – und da steht: Herr Kummer. Er sagt: «Hast du dir schon überlegt, wie das in deiner Familie jemals gut gehen soll? Hast du gesehen, wie deine Kinder sich in eine falsche Richtung bewegen? Lass mich doch rein, bereite mir ein Bett und lass mich bei dir wohnen.» Ein anderes Mal steht Frau Angst vor der Tür. Mit schriller Stimme ruft sie: «Sieh dir deine beruflichen Aussichten an! Es kann gut sein, dass du bald keinen Job mehr hast – und du willst ruhig bleiben? Lass mich rein. Ich bringe dir ordentlich Panik!» Oder du öffnest – und vor dir steht die ganze Familie Unruhe. Alle reden wild durcheinander: «Die Preise explodieren, das Klima kollabiert, deine Zukunft ist zerstört! Kriege, Krisen, Katastrophen – es ist vorbei!» Und sie fordern: «Lass uns rein! Wir sorgen für Chaos, richten dein Herz auf alles Negative aus und nehmen dir jede Hoffnung!»

Statt all diesen ungebetenen Gästen direkt die Tür vor der Nase zuzuschlagen, öffnen viele Menschen leider die Türen ihres Lebenshauses und lassen die Sorgen, das Negative, all die zerstörerischen und hoffnungslosen Gedanken und Stimmen hinein. Diese Gäste beziehen ein Zimmer, richten sich ein, machen es sich gemütlich und bedienen sich an unserem inneren Kühlschrank. Und ehe wir es richtig bemerken, verlieren wir nach und nach unsere Freude, unseren Frieden und unsere Hoffnung.

«Ihr habt hier nichts verloren»

Im normalen, alltäglichen Leben würden wir das niemals zulassen. Stell dir vor, du kommst am Morgen in die Küche und siehst, wie sich ein wildfremder Mann an deiner Kaffeemaschine bedient. Er trägt deinen Bademantel und du riechst dein Aftershave an ihm. Dann schaust du ins Wohnzimmer und entdeckst, dass er sich dort gemütlich niedergelassen und die Nacht verbracht hat. Da würdest du doch auch nicht sagen: »Alles kein Problem, Fremder, bleib ruhig noch ein bisschen. Hier, nimm am besten mein Schlafzimmer. Ich gebe dir einen Hausschlüssel, Zugang zu meinem Weinkeller, meinen Autoschlüssel – brauchst du sonst noch was?« Natürlich nicht. Wir alle wären schockiert. Niemand von uns würde einfach so einen Fremden, schon gar nicht eine unsympathische Person, in sein Haus lassen.

Genau dasselbe sollten wir auch in unserem geistlichen Haus tun. Statt all den Einflüssen, Gedanken, Ängsten, Sorgen und negativen Aussagen einfach so die Tür zu öffnen, sollten wir im Glauben reagieren und der Frau Angst, dem Herrn Kummeroder der Familie Unruhe Folgendes entgegnen:

 «Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.»
Josua Kapitel 24, Vers 15 LUT

Tut mir leid, Herr Kummer, sorry, Frau Angst, und entschuldigt bitte, Familie Unruhe – aber ihr alle habt in meinem Lebenshaus, in meinem Leben, nichts verloren. Denn ich diene dem Herrn, der grösser und stärker ist als ihr alle zusammen. Einen schönen Tag noch, aber ich habe keinen Platz für euch. Und dann dürfen wir ruhig, gelassen und mit Überzeugung die Tür wieder schliessen.

Jesus' Aufforderung

Jesus motiviert uns in der Bibel immer wieder, den Sorgen, Ängsten, Nöten und all dem Kummer nicht die Türen unseres Herzens zu öffnen. Stattdessen erinnert er uns daran, dass er selbst für uns sorgen wird. Wir lesen das zum Beispiel hier: «Deshalb sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um das, was ihr an Essen und Trinken zum Leben und an Kleidung für euren Körper braucht. Ist das Leben nicht wichtiger als die Nahrung, und ist der Körper nicht wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte, und euer Vater im Himmel ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen um eure Kleidung? Seht euch die Lilien auf dem Feld an und lernt von ihnen! Sie wachsen, ohne sich abzumühen und ohne zu spinnen und zu weben. Und doch sage ich euch: Sogar Salomo in all seiner Pracht war nicht so schön gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott die Feldblumen, die heute blühen und morgen ins Feuer geworfen werden, so herrlich kleidet, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern, ihr Kleingläubigen? Macht euch also keine Sorgen! Fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?» Matthäus Kapitel 6, Verse 25–31 NGÜ

Zum Autor: Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch «Auf dem Weg zum Besten» von Konrad Blaser. Er ist Pastor und leitet zusammen mit seiner Frau Andrea die Freikirche HOPE & LIFE. Der Emmentaler ist Vater von zwei Kindern und liebt es, mit anderen Menschen zusammen denselben Traum zu leben und ist begeistert von Jesus und der Kirche am Ort.

Hier gibt es noch mehr Infos zum Buch:

Zum Thema:
Den Glauben entdecken
Auf dem Weg zum Besten: Bleib unterwegs!
Auf dem Weg zum Besten: Bettler oder Anbeter?

Datum: 21.06.2026
Autor: Konrad Blaser
Quelle: Hope und Life Church

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