Der Startschuss erfolgte in der Stille
«Vor 25 Jahren hatten wir den Traum, eine Kirche zu gründen», erinnert sich Gründer und Pastor Konrad Blaser in der «Hope & Life Church» in Hasle bei Burgdorf. «Das Datum weiss ich nicht mehr, aber es war an Pfingsten vor 25 Jahren.» (Anm. d. Red.: am 3. Juni 2001). Dadurch wird der Jahrestag immer an Pfingsten gefeiert. «Es ist für uns ein unglaubliches Privileg, seit 25 Jahren mit ganz vielen Menschen, die von Anfang an dabei sind, unterwegs sein zu dürfen und Gott zu feiern für all das Geniale, das er in den letzten 25 Jahren getan hat.»
Gleichzeitig wolle man nach vorne schauen, «wir wollen uns motivieren lassen von einem Gott, der Wunder tat und noch Wunder tun wird. Durch das Zurückschauen sollen wir ermutigt werden, von Gott mehr für unser Leben, unsere Umstände, unsere Familien zu erwarten.»
Es gehe nicht darum, die Kirche zu feiern, sondern das, was Gott getan hat und noch tun wird. Wenn man sieht, was er bei anderen getan hat, kann man erkennen, dass er auch bei einem selbst ein Wunder tun kann.
Startschuss in der Stille
Ein paar Jahre bevor die Kirche gegründet wurde, betete Konrad Blaser mit einem Kollegen in einem Frühgebet an einem stillen Ort. «Wir haben probiert, Gottes Stimme zu hören.» Sie wollten schauen, ob sie einen Bibelvers erhalten. Nach einer langen Zeit der Stille fragte Konrad Blaser seinen Kollegen, ob er etwas bekommen habe. Dieser antwortete, dass er nachschauen wolle, ob dieser Vers existiert. Er blätterte und blätterte und blätterte. Schliesslich landete er bei Epheser, Kapitel 3, Vers 20; dort steht: «Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So gross ist seine Kraft, die in uns wirkt.» (HFA)
Konrad Blaser war überrascht, und dachte: «Das gibt es ja gar nicht, ich hatte auch das Gefühl, dass Gott uns Epheser 3,20 gibt.» Dies zeige, dass Gott viel mehr tun könne als das, was wir uns ausmalen können. Mit dieser Motivation wurde später die Gemeinde gegründet, «mit der Sehnsucht zu erleben, wie Gott unser Denken sprengen kann und wird. Das ist heute noch so. Deshalb sind wir nie angekommen: 25 Jahre ist ein Zwischenhalt auf all die Wunder und das Gute, das noch kommen wird.»
«Ich wollte nie Kirche bauen»
«Ich konnte mir nie vorstellen, was daraus heraus entsteht: Wenn man in einem Dörflein beginnt, Kirche zu bauen und die Idee nicht die eigene ist. Ich wollte nie Kirche bauen – es stand nie auf meiner Bucket-List – Gott musste mich fest für das Emmental gewinnen», erläutert Pastorin Andrea Blaser. «Ich hätte nie gedacht, dass all das passiert, was passiert ist.»
In seinem Buch «Auf dem Weg zum Besten» schildert Konrad Blaser unter anderem ein Beispiel von einem Mann, der sich von Gott verändern liess. «Gott möchte einfach, dass wir uns ihm zur Verfügung stellen. Er kann dann Schritt für Schritt verändern.» Blaser ermutigt die Menschen, Gott ein Jahr zur Verfügung zu stellen und zu schauen, wie sich das Leben verändert. Auch dieser Mann probierte es aus. Nach einem Jahr meldete er zurück: «Vor einem Jahr hatte ich keine Hoffnung mehr in meinem Leben, ich hatte nicht mehr weitergesehen. Ich tat einfach, was du gesagt hast, ich setzte mich den Predigten, den Menschen und der Gemeinschaft aus. Ich erlebte, wie Gott mein Leben Schritt für Schritt begonnen hat zu verändern. Ein Jahr später bin ich an einem Punkt, an dem zu stehen ich mir nie zugetraut hatte.»
Auch selber verändert worden
Wir Menschen würden uns wünschen, dass Veränderungen schneller gehen. «Aber Gott hat Zeit.» Wer Gott priorisiert, verändere sich. «Das ist unsere Motivation, all die Menschen und Geschichten zu erleben.» Sie habe nicht das Gefühl, dass Gott es kompliziert macht, beobachtet Andrea Blaser. «Wir Menschen machen es kompliziert.»
Im Laufe der Zeit habe sich sein Gebetsleben verändert, bilanziert Konrad Blaser. Früher habe dieses viele Bitten beinhaltet. Als er selbst Vater wurde, habe er realisiert, wie gross die Liebe Gottes als Vater ist. «Heute besteht mein Gebetsleben zu 90 Prozent aus Lobpreis: ‘Du siehst, ich habe hier ein Problem, danke, dass du es lösen kannst.’»
Am meisten habe Gott auch sie beide verändert, erläutert Konrad Blaser. «Er hat uns gedient, damit wir zu den Dienern werden konnten, die den Menschen helfen konnten, den Gott kennenzulernen, der begeistert ist von jedem einzelnen Menschen auf diesem Planeten.»
Zum Talk:
Datum: 14.04.2026
Autor:
Daniel Gerber
Quelle:
Livenet