Aktuelles

Auch Schweizer beteiligt: 22 Taufen in Cancún

Insgesamt 22 Personen liessen sich in Cancun taufen
Das «THE FOUR»-Team erlebte im mexikanischen Cancún nichts weniger als die Fortsetzung der Apostelgeschichte. An den Stränden fanden suchende Menschen aus der tristen Realität zu echtem Leben mit Jesus Christus.

22 Taufen erlebte das «THE FOUR»-Team bei den Einsätzen an den pulsierenden Stränden der mexikanischen Stadt Cancún. THE FOUR-Co-Leiterin Alexandra Gisler erinnert sich: «Ein junger Mann aus Österreich erzählte unglaublich ehrlich, dass er sich weit weg von Gottes Bild für sein Leben fühlt und mit der Sucht nach Alkohol und Nikotin kämpft. Er fragte zwei Teammitglieder direkt: ‘Verurteilt ihr mich?’ Darauf antworteten sie: ‘Es ist nicht an uns zu urteilen, sondern zu lieben.’»

Die beiden erzählten ihre Geschichte mit Jesus. «Eine davon sprach von der Freiheit, die sie in Jesus gefunden hat, und der andere teilte seinen eigenen früheren Kampf mit dem Alkohol und den Schmerz, Freunde durch die Sucht verloren zu haben. Der Mann war sichtlich bewegt. Er entschied sich noch vor Ort, sein Leben Jesus zu geben, und er bat sofort um die Taufe. Es war unglaublich zu sehen, welche Freude und Freiheit er nach der Taufe ausstrahlte. Er schrieb der Teilnehmerin einen Tag später: ‘Ich fühle mich richtig neugeboren!’»

Kameruner und Spanier für Mexiko

Der Cancún-Einsatz startete vor zwei Jahren mit einem deutschsprachigen Team von 20 Personen. «Unser Ziel war es von Anfang an, den Einsatz langfristig an lokale Partner zu übergeben. Im letzten Jahr stiess die US-Organisation ‘Bridge Steps’ mit 17 internationalen Teilnehmern dazu. In diesem Jahr übernahmen sie bereits den Hauptteil der Organisation, während THE FOUR sie unterstützte. Mit rund 50 Teilnehmenden aus zehn verschiedenen Nationen konnten wir den diesjährigen Einsatz erfolgreich durchführen.»

Unter den Teilnehmern vertreten waren die Länder Costa Rica, USA, Kamerun, Kolumbien, Spanien, Guatemala, Deutschland, Schweiz, Peru und Mexiko. Alexandra Gisler: «Die Internationalität hilft uns enorm, verschiedene Zielgruppen in Cancún zu erreichen. Während Spanischsprechende Teilnehmer Einheimische am öffentlichen Strand ansprechen können, erreichen Englischsprechende die amerikanischen Springbreak-Touristen direkt in den Strassen mit den Partyclubs. Zudem empfinde ich die internationale Zusammenarbeit als ein wunderschönes Abbild von Gottes Leib.»

Starke geistliche Rückendeckung

Besonders überraschte die Lockerheit und Kreativität der Lateinamerikaner. «Sie hatten immer spontane Gruppenspiele oder Tänze im Köcher, was unglaublich geholfen hat, das Team zusammenzuschweissen und die Stimmung aufzulockern.»

Die Gebetsunterstützung war das Fundament, bilanziert Alexandra Gisler ausserdem: «Über 700 Menschen haben den Einsatz im Gebet begleitet – das ist für uns unglaublich wertvoll!»

Die Wirkung des Gebets wurde gleich von Beginn weg stark gespürt: «Die Menschen am Strand waren vom ersten Tag an extrem offen für den Glauben. Dass wir bereits am ersten Abend zwei Personen taufen durften, ist für mich ein direktes Resultat dieser geistlichen Rückendeckung.»

Strandgottesdienste als Abwechslung geschätzt

Strandgottesdienst in Cancun

Die Outreach-Teilnehmer erlebten grundsätzlich eine grosse Offenheit, erinnert sich Alexandra Gisler. «Die meisten waren erstaunt, dass wir an einem Partyort einen Gottesdienst feiern, und schätzen diese willkommene Abwechslung. Wir starten meistens mit etwas Lockerem, um Aufmerksamkeit zu gewinnen – zum Beispiel mit Musik, einem Flashmob oder, wie in diesem Jahr, einer Jongliershow. Danach folgen zwei Lobpreislieder, ein persönliches Erlebnis mit Gott, ein Theaterstück und eine Kurzpredigt. Das Ganze dauert etwa 30 Minuten.»

Einige Gemeinden aus Cancún führen bereits regelmässig Outreaches in ihrer Stadt durch. «Wir konnten viel von ihren Ideen lernen, wie man auf Menschen zugeht. Besonders ihr Herz und ihre Leidenschaft für die eigenen Landsleute sind absolut ansteckend!»

Die eigene Geschichte teilen

Abends folgten Einsätze in den Strassen, zum Beispiel vor dem grössten Springbreak-Club, dem «Coco Bongo». In Zusammenarbeit mit sechs verschiedenen lokalen Gemeinden veranstalteten die Outreach-Teilnehmer kleinere Gottesdienste in der Stadt Cancún sowie am Strand von Playa del Carmen; einem weiteren touristischen Partyort.

Das Herzstück des Einsatzes war der Leitsatz «Die Kirche zu den Menschen bringen.» Alexandra Gisler hält fest: «Wir setzen auf Authentizität – wir teilen unsere eigenen Geschichten darüber, wie Jesus uns in unseren Kämpfen hilft, während wir an belebten Orten eine vorurteilsfreie Präsenz zeigen. Gleichzeitig verkünden wir mutig das Evangelium.»

Das Team erlebte ausserdem einen Multiplikatoreffekt: Personen, die zu Beginn der Woche angesprochen und getauft wurden, kehrten an den Strand zurück, um sich dem Team anzuschliessen und ihren neuen Glauben mit anderen zu teilen.

«Mehr, mehr, mehr!»

Ein Teammitglied traf einen stummen Mann, der nicht lesen konnte. Sie zeichneten Bilder in den Sand, um das Evangelium zu erklären. Während das Teammitglied laut aus der Bibel vorlas, gestikulierte der Mann immer wieder für «Mehr!» – er war völlig gefesselt vom Wort Gottes.

Ein Teilnehmer erzählte während eines Strandgottesdienstes seine Geschichte, wie er Freiheit von Pornografie fand. Ein Zuhörer gestand, dass er mit demselben Kampf rang, und bat darum, als Zeichen für seinen Neuanfang getauft zu werden.

Oder ein junger Mann, der Anfang der Woche getauft worden war, brachte am nächsten Abend seinen Vater mit; nennt Alexandra Gisler eine weitere von vielen Begebenheiten. «Der Vater sah die Veränderung in seinem Sohn und bemerkte: ‘Ich sehe eine Veränderung in seinen Augen. Ich weiss, dass Gott in ihm ist.’»

Auch nächstes Jahr in Cancún

Alexandra Gisler

Auch nächstes Jahr ist ein Einsatz in Cancún geplant. «Zudem planen wir einen weiteren Einsatz in Phuket (Thailand), den wir dieses Jahr erfolgreich gestartet haben. Auch unser Sommereinsatz auf Mallorca mit 350 Teilnehmenden steht bereits fest.» Alle Informationen finden sich hier.

Dies alles zu einem Zweck: damit sich Geschichten wie diese immer wieder ereignen dürfen. Alexandra Gisler über eine Begegnung in Cancún: «Einer unserer Teilnehmer suchte sich einen ruhigen Platz am Strand, um all die Erlebnisse zu verarbeiten. Während er dort sass, bemerkte er einen Mann, der ihn immer wieder anschaute und dann schnell wieder weggeschaut hat. Als unser Teammitglied ihn grüsste, war die Reaktion sofort da: ‘Ich habe mich schon gefragt, wann endlich einer von euch zu mir kommt.’ Er gab zu, dass er uns die ganze Woche beobachtet hatte, sich aber nicht traute, uns anzusprechen. Er hat gebetet: ‘Gott, wenn du echt bist, dann schick sie zu mir.’ Er nahm eine Bibel an und wurde daran erinnert, dass Gott ihm immer nachgeht.»

Zum Autor: Daniel Gerber schreibt seit 25 Jahren für Livenet. Er ist freier Journalist und Autor mehrerer Bücher; zuletzt «Wo Jesus barfuss geht» (im SCM Hänssler-Verlag) mit Markus und Katharina Freudiger. Besonders wohl fühlt er sich in den Weiten Afrikas. 

Datum: 15.04.2026
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

Werbung
Livenet Service
Werbung