Sozial wirksam

Helping Captives: 400 Opfer gerettet

Viele Frauen wurden aus den Fängen des Menschenhandels gerettet
Nach Eröffnung des ersten Safe Houses 2017 in Spokane, Washington war die Lage laut Caleb Altmeyer extremer als erwartet. Innerhalb von neun Monaten kamen 21 Frauen in die Einrichtung von «Helping Captives», die sofortige Hilfe benötigten.

Wie das Online-Magazin «Crosswalk.com» berichtet, hat «Helping Captives» seither über 400 Opfer des Menschenhandels gerettet und bietet entscheidende Notfallstabilisierung für Menschen, die mit Sucht und Missbrauch kämpfen. «Sehr oft sind die Betroffenen abhängig von Fentanyl, Heroin oder Methamphetamin. Sie wurden fünf bis zehn Mal am Tag missbraucht und brauchen dringend eine Stabilisierung. Genau darauf konzentrieren wir uns und darauf sind wir spezialisiert», sagt Gründer und CEO Caleb Altmeyer gegenüber «CBN News».

Laut CBN News gilt Menschenhandel als eines der profitabelsten kriminellen Geschäftsfelder weltweit und erwirtschaftet jährlich schätzungsweise rund 150 Milliarden US-Dollar.

400 Menschen gerettet

Helping Captives mit Sitz in Spokane, Washington, hat seit seiner Gründung im Jahr 2017 mehr als 400 Opfer von Menschenhandel gerettet. Altmeyer erklärt, dass er die Organisation gegründet hat, nachdem ein Freund ihn über das Ausmass des Menschenhandels informiert hatte.

«Das Nachbarsmädchen, das früher so etwas wie meine Babysitterin war, kam 20 Jahre später zu uns nach Hause und erzählte ihre wahre Geschichte. Sie war seit ihrem sechsten Lebensjahr von ihren Eltern sexuell ausgebeutet worden, und das hat unsere Familie einfach schockiert», berichtet Altmeyer.

Er fügt hinzu, wie intensiv die Lage wurde, nachdem das erste Safe House der Organisation im Jahr 2017 eröffnet wurde. «Als wir damit angefangen haben, war es viel extremer, als wir gedacht hatten», sagte Altmeyer. «Wir dachten, wir würden vielleicht zwei oder drei Frauen helfen, wenn wir sie finden. Aber 21 Frauen kamen innerhalb von neun Monaten zu uns.»

Ein Ort der Heilung

Das Team begann für ein «Freedom Center» zu beten, wie «Faithwire.com» berichtet – einen Ort, an dem Frauen sofortige Versorgung, Entgiftung, Beratung und langfristige Unterstützung erhalten können. Dieser Traum wurde bald Realität, als sich eine unerwartete Gelegenheit ergab: Ein lokaler Stripclub wurde geschlossen.

Schliesslich wurde es möglich, das Gebäude zu erwerben, um ein rund um die Uhr geöffnetes Zentrum zu eröffnen, in das Strafverfolgungsbehörden Opfer bringen können. «Gott nimmt ein Gebäude, das dafür bekannt ist, Frauen auszubeuten und er verwandelt es in einen Ort, der Frauen heilt, die aus dem Sexhandel herauskommen.»

«Tattoo musste weichen»

Altmeyer berichtet von der Geschichte eines jungen Mädchens, dessen Familie sie im Rahmen eines satanischen Rituals sexuell ausbeuten liess. «Sie hatte eine multiple Persönlichkeitsstörung», erklärte Altmeyer. «Gott hat sie geheilt, und sie arbeitet jetzt in unserem Team. Sie hatte sogar ein Tattoo, das auf wundersame Weise verschwunden ist. Sie wurde mit diesem Tattoo gebrandmarkt, und Gott hat dieses Tattoo verschwinden lassen. Gott ist gut, und er wirkt einige erstaunliche Dinge. Wir sehen, wie Menschen frei werden, in ein neues Leben finden und Hoffnung in Jesus entdecken.»

Zum Autor: Daniel Gerber schreibt seit 25 Jahren für Livenet. Er ist freier Journalist und Autor mehrerer Bücher; zuletzt «Wo Jesus barfuss geht» (im SCM Hänssler-Verlag) mit Markus und Katharina Freudiger. Besonders wohl fühlt er sich in den Weiten Afrikas. Er ist verheiratet mit Guilene und Vater von drei Kindern.

Datum: 23.06.2026
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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