So machten Kirchen Schlagzeilen

Bibel in 100 Sprachen neu übersetzt

So machten Kirchen Schlagzeilen
Diese Woche liessen viele neue Bibelübersetzungen, das Pilgern sowie bedeutende Klöster aufhorchen. Der Wochenrückblick mit Markus Baumgartner.

Die Übersetzung der Bibel in weitere Sprachen schreitet voran. 2025 kamen Übersetzungsprojekte in 100 Sprachen für 566 Millionen Menschen hinzu. Die komplette Bibel gibt es jetzt in 795 Sprachen zu lesen. Über 6,62 Milliarden Menschen weltweit können die Bibel in ihrer Muttersprache lesen, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft mit. Diese Daten basieren auf einer Statistik des Weltverbands der Bibelgesellschaften (United Bible Societies). In 66 Sprachen gab es demnach eine Erstübersetzung.

Es werden immer mehr Bibelübersetzungen geschrieben

Das Projekt mit der grössten Sprechergruppe war die Übersetzung in die äthiopische Sprache Ost-Oromo. Die erste vollständige Bibelübersetzung in dieser Sprache erreicht 10,8 Millionen Menschen. Andere Länder mit Erstübersetzungen grosser Reichweite waren Israel mit einer Übersetzung in modernes Hebräisch (6,1 Millionen) und Muong in Vietnam (1,5 Millionen). Somit gibt es nun in 4121 von geschätzt 7393 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel zu lesen. Das Neue Testament ist in 1815 Sprachen übersetzt, die komplette Bibel in 795 Sprachen. 

Pilgern in der DNA des Menschen

Die Wallfahrt ist eine langjährige Tradition (Symbolbild)

Seit 600 Jahren pilgern Gläubige aus Zug zum Kloster Einsiedeln. Nun widmet sich ein neues Buch «40'000 Schritte zur Schwarzen Madonna» dieser langen Tradition, berichtet die «Zuger Zeitung». Wurden Wallfahrten früher oft als Busse oder in der Hoffnung auf Heilung unternommen, hat sich die Motivation gewandelt. Die spirituelle Suche ist aber über die Jahrhunderte hinweg konstant geblieben. Der Zuger Pfarrer und Domherr Reto Kaufmann kennt die Wallfahrt als festen Termin im Jahreslauf vieler Zuger und erinnert dann an ihre Geschichte: Seit 1426 sei festgehalten, dass der Pfarrer von St. Michael die Wallfahrt nicht behindern dürfe, sondern vielmehr aktiv begleiten solle. So stehe es bis heute auch in seinem Pflichtenheft. 

Pilgern, so Kaufmann, liege wohl «in der DNA des Menschen» – unabhängig von Religionen. Der Weg zu Fuss spreche alle Ebenen des Menschseins an: die Erfahrung von Natur, das Innehalten, das Gebet. «Man kommt in Einsiedeln an – und bei sich selbst», fasst Kaufmann zusammen. Das Buch beleuchtet die Wallfahrt aus verschiedenen Perspektiven – von historischen Entwicklungen über spirituelle Deutungen bis hin zu persönlichen Erfahrungen und Grenzerlebnissen. Eindrücklich ist auch die reiche Bebilderung durch den Fotografen Andreas Busslinger, der während der letzten Wallfahrt über tausend Aufnahmen gemacht und die Atmosphäre des Unterwegsseins eingefangen hat.

SRF-Radioreporter besucht vier Klöster

«Outdoor-Reporter» Marcel Hähni bringt Schweizer Klöster ins Fernsehen (Symbolbild)

Klöster in der Schweiz liegen oft an aussergewöhnlich schönen Orten. Ihre Entstehung reicht meist viele Jahrhunderte zurück: Gegründet als Orte des Rückzugs, des Gebets und der Arbeit, prägten sie ganze Regionen. Heute werden manche dieser Klöster nur noch von wenigen Schwestern oder Mönchen bewohnt, doch sie besitzen weiterhin eine grosse Ausstrahlung. Diese Verbindung aus Geschichte, Stille und Landschaft macht sie so besonders. Wer zu ihnen wandert, folgt oft den schönsten Wegen der Schweiz – Pfaden, die Natur, Kultur und innere Ruhe auf eindrückliche Weise verbinden. 

Radio SRF 1-«Outdoor-Reporter» Marcel Hähni nimmt die Zuhörerschaft mit auf eine Reise zwischen Natur und Spiritualität. Eingebettet in sanfte Hügel, umrahmt von Bergen und Seen, entdeckt Radio SRF 1 Klöster als stille Oasen am Weg. Begleitet vom Duft von Kerzen und Kräutergärten, die Ruhe jahrhundertealter Mauern und die Weite der Landschaft. Vom zurückgezogenen Leben der Kartäuser über die schlichte Welt der Kapuziner bis zu den kraftvollen Zisterzienserinnen. Ab 11. Mai 2026 strahlt Radio SRF 1 vier Staffeln mit dem «Outdoor-Reporter» aus. Besucht werden die Klöster in Rapperswil SG, Frauenthal ZG, Kartause Ittingen TG und Mariastein SO.

Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.

Datum: 10.05.2026
Autor: Markus Baumgartner
Quelle: Livenet

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