Livenet-Talk

Auf dass Menschen erreicht werden

Johannes Hartl im Livenet-Talk
Immer wieder, und teilweise massenhaft, kommen Menschen zum Glauben an Jesus; auch in unsrer Nähe. Dennoch ist der westliche Christ skeptisch und unsicher, wie man das unterstützen könnte. Der Kongress «Mission Is Possible» soll genau da reinspielen.

Der Philosoph und Theologe Johannes Hartl war in der Schweiz und hat im Livenet-Talk speziell über  «Mission Is Possible» vom kommenden Juni gesprochen. «Es werden zwei Tage für alle, die Kirche aktiv mitgestalten und neue Wege suchen, wie Glaube heute Menschen erreichen kann – unabhängig von Konfession und Alter», heisst es im Beschrieb.

Im Talk streift der bekannte Redner und Gründer des Gebetshauses Augsburg Themen wie neue Offenheit, Gen Z oder Fokus.

«Fokus ist der neue IQ»

Da Johannes Hartl viele Themen im Gepäck hat, werden im Talk auch weitere Punkte angesprochen. Fokus sei relevanter, aber auch schwerer denn je. Wenn man aktiv sei, gäbe es diverse Feinde, die anklopfen; da kämen beispielsweise Anfragen für Anderes. Eine mögliche praktische Massnahme sei es, «Ferien ohne Handy zu machen», so Hartl.

Er fährt fort: «Man hat 100 offene Türen, aber man geht durch keine – das ist nicht Freiheit. Heute fallen uns Entscheidungen schwerer und zweitens gibt es danach weniger Freude, weil ich damit 999 andere Möglichkeiten auslasse.»

Sowohl das «Sich-Selber-Finden» als auch die «Hingabe für etwas Grösseres» sei wichtig und auch kein Widerspruch. «Kinder haben keine Konkurrenz, keine Noten oder Wettkampf mehr. Oder es werden Kinder krank geschrieben, um sie vor Prüfungen zu bewahren. Eltern sollten ihren Kindern unbequeme Situation zumuten, denn nur dadurch lernen sie die zu meistern», erzählt der gefragte Redner und ergänzt «Auch bei Leitern sind dies Themen. Wichtig ist die Frage: ‘Gibt’s Leute, mit denen du Leben teilst?’; besonders, wenn man an der Spitze lebt, sollte man nicht alleine unterwegs sein.»

Tausende kommen in Frankreich zum Glauben

Die Arbeit in Augsburg ist in erster Linie ein übergemeindliches Gebetshaus, aber dadurch sind immer wieder Leiter zum Austausch zusammengekommen und es tauchte das Thema auf, «dass Menschen vom Glauben erfahren», also Mission.

Johannes Hartl erklärt: «22'000 Erwachsene liessen sich in Frankreich taufen, was zeigt, dass die Kirchen das Thema Mission bereits vorher auf dem Schirm hatten. Früher hatte ein katholischer Missionskongress 3000 Besucher, dieses Jahr war ein Stadion mit 20’000 Plätzen gebucht. Bei unseren Freikirchen ist die Thematik präsent, bei den Grosskirchen jedoch nicht. Nun gehen wir da rein, unsere Konferenz hat einen breit abgestützten Leiterkreis.»

Weniger Volkskirche – mehr Glauben

Der Gebetshaus-Leiter resümiert: «Es ist Tatsache, dass eine signifikante Zahl in die Kirche eintreten, und das sind Überzeugungs-Täter; nebst den Austritten. Youtuber und andere Influencer zeigen, dass der Glaube zunehmend wieder eine Option wird, auch bei Joe Rogan, dem einflussreichsten Podcaster weltweit, wird regelmässig der christliche Glaube thematisiert. Rund 40 Jahre lang war christlicher Glaube eher verpönt. In den letzten fünf Jahren hat sich da was gedreht. Es ist ein normales, natürliches Thema.»

Immer wieder erlebten Menschen, dass vieles gesamtgesellschaft nicht klappt und suchen deshalb im Glauben nach Lösungen. «Ich beobachte weiterhin eine Erosion der Volkskirche, die Kirchen sind teilweise eingeschüchtert, aber gleichzeitig gibt’s auch eine neue Öffnung. Auch die Gen Z: Sie hat viel Unverbindlichkeit erlebt und sieht, dass es nicht funktioniert. Ist doch interessant, wie das Wort 'gottlos', das negativ besetzt ist, wieder zurück im alltäglichen Sprachgebrauch ist.»

Zur Website vom Kongress:
Mission Is Possible

Zum Talk:

Datum: 08.05.2026
Autor: Roland Streit
Quelle: Livenet

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