Frohe Ostern – trotz allem!
Jedes Jahr aufs Neue stellt sich in den säkularen Medien die Frage: Warum feiern wir eigentlich das Osterfest? Um den Frühling willkommen zu heissen? Um den Hasen einen besonderen Auftritt zu verschaffen? Um Süssigkeiten und Geschenke zu verteilen? Und dafür gibt es gleich zwei arbeitsfreie Tage? Ist das wirklich alles?
Ostern ist viel mehr. Ostern ist der Grund unseres christlichen Glaubens. Das hat die Schweiz geprägt und schlägt sich auch in der Berichterstattung nieder. Während die «Luzerner Zeitung» ein Sammelsurium von Osterbräuchen wie Schoggihasen, Gitzi und gefärbte Eier beleuchtet, ist bei anderen Zeitungen das ursprüngliche Geschehen von Ostern ein Thema. Die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet auf einer Seite über die christlichen Traditionen zu Ostern: Es haben sich im ganzen Land die unterschiedlichsten Bräuche entwickelt – die Zeitung berichtet über eine kulturhistorische Tour de Suisse. Zum Beispiel werden in Drône VS jedes Jahr in der Karwoche «Fornati» gebacken, das sind Roggen-, Weizen- und Brioche-Brote. Sie werden am Karfreitag nach der Kreuzwegandacht an die übrigen Dorfbewohner verteilt. Das Brot erinnert an das letzte Abendmahl und die christliche Nächstenliebe. Oder im Bündner Dorf Müstair ziehen am Karsamstag Kinder und Jugendliche durch die Strassen und machen mit ihren «Rätschen» Lärm. Die Rätschen ersetzen an den beiden Tagen das Glockengeläut der Kirche, die vom Karfreitag an verstummt. Sie erklingen erst wieder in der Osternacht, wenn die Gläubigen die Auferstehung von Jesus feiern.
In der «Linth Zeitung» erinnert der St. Galler Bischof Beat Grögli, dass Ostern keine Botschaft nur für gute Tage ist – «Ostern geht immer durchs Kreuz». Ostern durchbricht die Macht des Stärkeren, sagt er. Die Geschichte über die letzten Tage im Leben von Jesus Christus ist eine, die Hoffnung macht. Hoffnung darauf, dass die Menschheit, so verschieden sie ist, über Länder, Grenzen und Religionen hinweg eine gemeinsame Basis, einen Modus Vivendi findet.
Entertainerin glaubt an Auferstehung
Die «Glückspost» berichtet über die heute 71-jährige Unterhaltungskünstlerin Monika Kälin, Witwe von Fussball-Legende Fritz Künzli. Die beiden haben nie Kinder bekommen. Monika Kälin ist Katholikin und geht auch an Ostern in die Kirche. Ihr liegt das Auferstehungsfest am Herzen und sie glaubt an die Auferstehung: «Natürlich. Ich bin mir sicher, dass Fritz und ich eines Tages wiedervereint sein werden. (…) Ich glaube an das ewige Leben.»
Monika Kälin betet täglich und geht nicht nur an Ostern in die Kirche: «Nein, ich gehe regelmässig, denn das tut meiner Seele gut (…). Nachdem ich in einer Messe war, weiss ich meist wieder, worum es im Leben wirklich geht. Der Mensch besteht ja nicht nur aus dem Geist, sondern auch aus der Seele. Diese sollten wir alle mehr pflegen.» Wie schafft sie es, nie den Mut zu verlieren? «Da hilft mir mein Glaube. Die Gewissheit, dass uns der Herrgott nur so viel aufbürdet, wie wir auch tragen können. Ich glaube daran, dass er für uns alle eine Aufgabe ausgesucht hat, die wir erledigen müssen. Meine Aufgabe ist es, Freude zu bereiten, zu helfen und Menschen zu verbinden.»
Monika Kälin ist ausgebildete Kindergarten-Lehrerin, studierte auch Gesang und Violine am Konservatorium. Schon früh wurde sie als Fotomodell und Schauspielerin entdeckt und drehte Filme. 1975 lernte sie in einem Zürcher Nachtclub Fussball-Idol Fritz Künzli (44 Länderspiele, 15 Tore) kennen. 1985 heiratete das Glamourpaar.
Papst Leo wäscht Priestern die Füsse
Unter der erstmaligen Leitung von Papst Leo XIV. fanden die Feierlichkeiten zum Osterfest in Rom statt. In der Lateranbasilika, der Kathedrale des Bistums Rom, wusch das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Messe zur Erinnerung an das letzte Abendmahl von Jesus Christus als Zeichen der Demut zwölf Priestern die Füsse. Zum Abschluss küsste er die Füsse auch, berichtet das Online-Portal «Watson». Der erste US-Amerikaner als Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken hat in einer grossen Karfreitags-Prozession auf einem Kreuzweg in der Nähe des Kolosseums auch ein grosses Kreuz persönlich getragen. Damit hat er im Beisein Zehntausender Menschen an den Leidensweg von Jesus Christus auf den Berg Golgotha in Jerusalem erinnert. An Ostern spendete er zum ersten Mal den traditionellen Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis).
Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.
Datum: 05.04.2026
Autor:
Markus Baumgartner
Quelle:
Livenet