USA: Prozentsatz nimmt zu

Täglich die Bibel lesen?

Das tägliche Bibellesen lässt sich einfach unterbrechen (Symbolbild)
Was früher unter Christen fast eine Selbstverständlichkeit war, scheint heute aus der Zeit gefallen: In den USA sind es 31 Prozent der regelmässigen Gottesdienstbesucher, die täglich zur Bibel greifen. Dennoch sind es mehr als in früheren Studien.

Die meisten aktiven Christen legen einen grossen Wert auf die Bibel, aber nur eine Minderheit von ihnen lässt das Wort Gottes regelmässig zu sich reden.

Wie oft lesen sie die Bibel?

Laut der Studie «State of Discipleship» von Lifeway Research lesen etwa drei von fünf Amerikanern, die mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst besuchen (das sind immerhin 61% der Bevölkerung), regelmässig in der Bibel, darunter 31 Prozent, die dies täglich tun, und 30 Prozent, die dies mehrmals pro Woche tun. Einige lesen einmal pro Woche (14%) oder mehrmals im Monat (11%). Nur wenige geben an, die Heilige Schrift nur einmal im Monat zu lesen (5%), während jeder Zehnte (9%) dies selten oder nie tut.

Mehr als in früheren Jahren

Die Häufigkeit des Bibellesens ist seit 2019 in etwa stabil: Damals waren es 59 Prozent, die die Bibel «regelmässig» lasen. Im Jahr 2012 waren es nur 46 Prozent (19% täglich), und 2007 gar nur 36 Prozent (nur 16% täglich). Obwohl die Zahl der Gottesdienstbesucher seit diesen Jahren gesunken ist, hat der Anteil der regelmässigen Bibelleser unter den «Verbleibenden» zugenommen.

Bereits eine Studie im Jahr 2017 hatte ergeben, dass das das regelmässige Bibellesen mit Abstand der wichtigste Indikator war, an dem sich entschied, ob ein Kind als Erwachsener zu einem überzeugten Christen wird.

Wenn man es einmal schwänzt…

Wenn man das tägliche Bibellesen einmal unterbricht, geben drei von fünf Befragten (62%) an, dass sie die Zeit mit Gott schmerzlich vermissen, wenn sie mehrere Tage lang nicht in der Bibel lesen, während 21 Prozent sich unsicher sind und 17 Prozent dieser Aussage nicht zustimmen. Ebenso geben drei von fünf Befragten (58%) an, dass sie sich unzufrieden fühlen, wenn sie mehrere Tage lang nicht in der Bibel lesen, während 21 Prozent sich unsicher sind und 21 Prozent dieser Aussage nicht zustimmen.

Und in Deutschland?

Vergleichbare aktuelle Zahlen aus dem deutschsprachigen Raum fehlen – der Vergleich ist auch schwierig, weil die Definitionen des Christseins und die frommen Gepflogenheiten hierzulande so anders sind.

Aber die Zahlen scheinen deutlich tiefer zu liegen. Eine IDEA-Bericht aus dem Jahr 2024 gibt, gestützt auf eine eigene Studie an, dass die meisten Deutschen (68 Prozent) nie in der Bibel lesen. Die übrigen Befragten lesen täglich (5%), mindestens einmal pro Woche (4%), mindestens einmal im Monat (4%) oder seltener als einmal im Monat (15%) in der Bibel. Unter den Angehörigen der christlichen Konfessionen geben die Katholiken mit 61 Prozent am häufigsten zu, dass sie nie in der Bibel lesen, gefolgt von den landeskirchlichen Protestanten (57%). Bei den Mitgliedern von Freikirchen sind die Nicht-Bibelleser dagegen mit 15 Prozent klar in der Minderheit. Mehr als jeder dritte Freikirchler liest dagegen täglich im Wort Gottes (einmal pro Woche: 20%, einmal im Monat: 15%, seltener als einmal im Monat: 9%).

Fehlende Relevanz?

Eine umfassende Untersuchung aus dem Jahr 2022 ergab ein ähnliches Bild. Nur ein Drittel aller katholischen und evangelischen Kirchenmitglieder liest demnach in der Bibel. Rund 60 Prozent der Kirchenmitglieder gab dagegen an, dies «nie» oder «fast nie» zu tun. Mindestens 37 Prozent aller Kirchenmitglieder sehen auch keinen Grund für die Bibellektüre. Der am häufigsten genannte Grund: fehlende «persönliche Relevanz».

Die tägliche Bibellektüre war 2022 nur bei 1,6 Prozent der Kirchenmitglieder üblich. 3,2 Prozent gaben an, wöchentlich in der Bibel zu lesen. Im Vergleich zu einer Befragung im Jahr 2014 sei insgesamt nicht der Anteil der Bibellesenden gesunken, aber die Häufigkeit der Nutzung. Freikirchliche Christen lesen auch in dieser Studie weitaus häufiger in der Bibel – es sind ebenfalls 85 Prozent.

Der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel, erklärte in einem Interview mit dem Magazin «Faszination Bibel»: «Wir in der Bibelgesellschaft sind der Überzeugung, dass die verschenkte Bibel ein guter Weg ist, damit dieses Buch auch wirklich aufgeschlagen wird. So wäre die Bibel nicht nur zu Hause präsent, sondern kann ein Tor zum Glauben werden.»

Livenet.ch und Hope Schweiz haben genau aus diesem Grund im Jahr 2025 eine besondere, liebevoll und wertvoll gestaltete Version des Markusevangeliums zum Verschenken herausgebracht. «Ein Geschenk für dich» ist erhältlich unter https://www.livenet.ch/bibel-verschenken.

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Datum: 20.03.2026
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet / Lifeway Research / IDEA / Jesus.de

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