«Die Bibel ist das wahrste Buch, das ich je gelesen habe»
Der Kommunikationswissenschaftler und Autor Prof. Dr. Riccardo Wagner, der Leiter der Media School, Studiendekan sowie Professor für Nachhaltiges Management und Kommunikation an der Hochschule Fresenius in Köln ist, wuchs in der ehemaligen DDR ohne Verbindung zu Gott und Kirche auf. Heute ist er gläubiger Christ. Wie er als Skeptiker zum Glauben kam und warum er sich im Alter von 49 Jahren katholisch taufen liess, darüber sprach der 1974 in Gera geborene Wissenschaftler aktuell im Interview mit EWTN.
Suche in Philosophie und östlicher Spiritualität
Bereits im März 2025 äusserte sich Riccardo Wagner im Himmelklar-Podcast über seinen Weg zum Glauben. Nun sprach er im EWTN-Interview unter dem Titel «Zu schlau für Gott? Wie ein Skeptiker mit 49 katholisch wurde» offen darüber, wie sein Weg in einer typisch ostdeutsch-atheistischen Umgebung begann und er infolgedessen über Jahrzehnte abwertend auf das Christentum geblickt habe. Über Papst Benedikt XIV. habe er wie folgt gedacht: «Ich habe mich immer gefragt: Wie kann jemand, der so schlau ist, so einen Quatsch glauben?»
Antworten auf die grossen Fragen des Lebens suchte Wagner dagegen in säkularer Philosophie und östlicher Spiritualität. Nach zehn Jahren studieren und nachdenken wurde er am Ende von Gott im Gebet berührt. Dazu berichtet der Kommunikationswissenschaftler:
«Es war Jesus (…), der hat mich angesprochen im Traum mit meinem Namen.»
Das, was er eigentlich nie werden wollte
Um mehr über Gott zu erfahren, begann er sich mit der Heiligen Schrift auseinanderzusetzen. Im Rückblick auf diese Zeit sagt Riccardo Wagner: «Die härteste Erkenntnis war: Ich wusste eigentlich gar nichts über den christlichen Glauben.» Die Bibellektüre führt zu einem überraschenden Ergebnis, was Wagner wie folgt beschreibt: «Nachdem ich die Bibel gelesen habe, habe ich zu meiner Frau gesagt: Mensch, das ist das wahrste Buch, das ich je gelesen habe.»
Mit beinahe 50 Jahren liess sich Riccardo Wagner in der Osternacht 2024 taufen und firmen und wurde damit einer dieser Christen, zu denen er nie gehören wollte. Ein Jahr später durfte er seinen 14-jährigen Sohn als Pate auf dem Weg zur Taufe, Firmung und Erstkommunion begleiten und freut sich heute auf die Aufnahme seiner Frau in die katholische Kirche.
Zum EWTN-Interview mit Prof. Dr. Riccardo Wagner:
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Promisglauben.de.
Datum: 08.06.2026
Autor:
Markus Kosian
Quelle:
Promisglauben.de