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Wissing zu Tech-Giganten und dem Kern der christlichen Botschaft

Ex-Minister Volker Wissing warnt vor sozialen Medien
Der frühere deutsche Verkehrsminister Volker Wissing hat bei einer Veranstaltung in Berlin vor der Gefahr durch Tech-Giganten für die Demokratie gewarnt. Zudem sprach er über ein besonderes Hobby.

Der frühere Verkehrsminister und FDP-Generalsekretär Volker Wissing (heute parteilos) hat das Erlernen des Orgelspielens als eine der «wertvollsten Erfahrungen» bezeichnet. Dabei sei es eher Zufall gewesen, dass er überhaupt zum Orgelspielen gekommen ist. Als Jugendlicher habe er zunächst Klavierstunden genommen, bis ihm der Klavierlehrer abhandengekommen ist. Sein in der Kirche engagierter Vater habe ihm dann schliesslich die Orgel als Alternative vorgeschlagen. Daraufhin besuchte Wissing ein kirchenmusikalisches Seminar. Bis heute spielt der Ex-Minister gelegentlich das Kircheninstrument.

Die Würde des Menschen

Im Rahmen der Gesprächsreihe «Treffpunkt Gendarmenmarkt» der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sprach Wissing am Montag gemeinsam mit der Präses der Synode der EKD, Anna-Nicole Heinrich, auch über sein im April erschienenes Buch «Verantwortung». Dieses habe Wissing vor allem als Christ geschrieben, nicht als Jurist oder Politiker – auch wenn alle drei zusammengehörten, erklärte der studierte Jurist am Abend in Berlin. Im Buch beschreibt er, wie er 2024 mit seiner Partei brach und was das mit seinem christlichen Glauben zu tun hat.

Über das Grundgesetz sagte Wissing, dass er es liebe. Denn es stelle die Würde des Menschen in den Mittelpunkt. Das sei auch der Kern der christlichen Botschaft. Er wünsche sich, dass «wir den Wert eines jeden Einzelnen erkennen». 

Warnung vor sozialen Medien 

Am Abend warnte Wissing zudem vor einer aus seiner Sicht grossen Gefahr für die Demokratie: den Tech-Giganten und ihren sozialen Medien. Diese hätten ein Interesse an Disruption. Sie lebten davon, dass Nutzer sich empörten. Eine solche Empörungsgesellschaft könne jedoch die Demokratie zerstören. Deswegen müsse jeder Einzelne seinen Beitrag zum Erhalt der Demokratie leisten. Als Protestant mache ihm jedoch das Wissen darum Mut, welche Kraft von Einzelnen ausgehen könne, sagte er mit Blick auf den Reformator Martin Luther. 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Pro Medienmagazin.

Datum: 05.05.2026
Autor: Martin Schlorke
Quelle: Pro Medienmagazin

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