Monumentale Christus-Statue fertiggestellt
Während der Krieg zwischen dem Iran und der von Israel und den Vereinigten Staaten geführten Koalition tobt, ist der Libanon Ziel zahlreicher Bombardierungen, die sich gegen die Hisbollah richten. Am 2. März beispielsweise mussten rund 300’000 Libanesen ihre Häuser verlassen, darunter 30’000 Christen.
Seit Beginn dieses Konflikts hat das libanesische Gesundheitsministerium 886 Tote und 2’141 Verletzte im Land registriert.
Während im Land weiterhin Bomben zu hören sind, wurde nun eine «Statue des Christus Erlösers» auf dem Gipfel des Kreuzbergs in El Qaa errichtet, mit Blick auf die Bekaa-Ebene und die syrische Grenze.
Einst IS-Ziel – heute Ort der Hoffnung
Dieses Projekt, das durch die Finanzierung des Geschäftsmanns Fadi Elias Awad in Zusammenarbeit mit der Gemeinde El Qaa und mehreren Einwohnern der Stadt realisiert wurde, spiegelt die Verbundenheit der Bevölkerung mit dem christlichen Glauben und dem Land wider. «Sie dient als Heiligtum, als Kirche und als Pilgerort für die Gläubigen», erklärt die Gemeinde.
Dieser Ort hat für die Bewohner auch eine historische und spirituelle Bedeutung, da dieser Berg Ziel der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) war. Zudem war er Schauplatz der Anschläge von Qaa im Jahr 2016. «Heute ist er ein Symbol für Liebe und Hoffnung», berichtet die Gemeinde.
Bereits mehrere Statuen im Libanon
Diese Statue ist im Libanon nicht einzigartig. Es gibt mehrere Statuen mit christlichem Bezug, darunter mindestens zwei, die Jesus Christus abbilden. Die erste, die auf dem Dach einer Kirche im Nahr-el-Kalb-Tal installiert ist, ragt über 57 Meter hoch auf. Sie wurde 1952 erbaut und ähnelt mit ihren ausgebreiteten Armen dem Christus von Rio de Janeiro.
Eine weitere Statue in Ghosta wurde 2017 auf einer unterirdischen Kapelle errichtet, die Faustina gewidmet ist. Mit einer Höhe von 22 Metern steht sie vor einer Esplanade mit zwölf Brunnen, die die Jünger Jesu symbolisieren.
Tief mit dem Land verbunden bleiben
Viele Christen aus dem Süden des Landes wurden seit Beginn des Krieges evakuiert. In diesem Zusammenhang erinnert die neue Statue daran, dass die Christen trotz der Angst vor einer Abwanderung tief mit ihrem Land verbunden bleiben.
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Datum: 25.03.2026
Autor:
Mélanie Boukorras / Daniel Gerber
Quelle:
Info Chrétienne / Übersetzung: Livenet