Erstes Berner Tauffest
20 Menschen werden am ersten Berner Tauffest getauft oder gesegnet. Säuglinge, Kleinkinder, Schülerinnen und Schüler sowie ein über 60-jähriger Mann, schreibt die «Berner Zeitung» in einer grossen Reportage. Dieses Fest ist nicht zu verwechseln mit einem Taufsonntag, wenn mehrere Kinder im gleichen Gottesdienst getauft werden. Es geht über die einzelne Kirchgemeinde hinaus und wird von allen reformierten Gemeinden der Stadt Bern getragen. Auch der Ablauf ist speziell. Nach dem Auftakt in der Nydeggkirche begeben sich die Familien mit den Täuflingen, insgesamt über 200 Personen, zum Ländtetor an der Aare und zu Brunnen in der Umgebung. Dort werden die Rituale abgehalten, bevor es zurück zum Nydegghof geht – zum Feiern und zu einem Mittagessen. Pfarrer Bernd Berger räumt es unumwunden ein: Die Zahl der Taufen sei rückläufig. Dieses Fest sei der Versuch, eine Antwort darauf zu finden. Er ist Pfarrer in der Petrusgemeinde. In einem kleinen Pensum arbeitet er für die Evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen hat er das Fest organisiert. Das Tauffest sei als Ergänzung gedacht. «Wir wollen ein Zeichen setzen, einladend sein und einen möglichst niederschwelligen Zugang zu einer Taufe bieten.»
In der Kirche schlafen
In St. Gallen können die Gäste in der Kirche übernachten. Zum Jubiläum der St. Galler Heiligen Wiborada öffnen diverse Kirchen ihre Türen und laden zum Übernachten ein. Das Projekt nennt sich «Holy Sleepover», auf Deutsch heilige Übernachtung, berichtet das St. Galler Tagblatt. Das Angebot in der Kirche St. Laurenzen richtet sich an Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren mit Begleitpersonen. Gemeinsam können Kinder mit Eltern, Grosseltern oder ihren Göttis und Gottis die Kirche entdecken. Geboten werden spannende Geschichten und geheime Gänge. Am Morgen besteigen die Übernachtungsgäste den Turm und frühstücken gemeinsam.
Rock my Soul
In Gelsenkirchen bringt das Festival «Rock am Dom» am Wochenende Livemusik. An zwei Tagen wird auf der Domplatte und am Michaelshaus ein Programm zwischen Pop, Rock, Reggae, Folk-Punk und Singer-Songwriter-Musik geboten, berichtet die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung». Die Konzerte finden unter freiem Himmel statt. Für den Start auf der Domplatte gestalten evangelische und katholische Gemeinden sowie eine Freikirche unter dem Motto «Rock my Soul» einen musikalisch-spirituellen Festivalauftakt. Die Band Loben interpretiert bekannte und neuere christliche Lieder in rockigen Arrangements. Ergänzt wird das Programm durch kurze Gebete, Gedichte und Geschichten.
Kanadier schreibt Zwingli-Buch
Bruce Gordon, Historiker und Professor für Kirchengeschichte an der US-Universität Yale, gilt als der beste Zwingli-Kenner weltweit. Er ist in Kanada aufgewachsen, hat in Schottland studiert und in Zürich doktoriert. Das kam so: Als Gordon an der Universität St. Andrews studierte, wollte er über die schottische Reformation doktorieren. Doch sein Doktorvater sagte, er müsse bei der Reformation in der Schweiz anfangen. So ist er als junger Doktorand nach Zürich gekommen, um die Archive zu durchforsten. Zwingli fasziniert ihn noch immer. Bruce Gordon hat diverse Bücher geschrieben, mit denen Menschen in der englischsprachigen Welt Zwingli und die Reformation in der Schweiz verstehen können. Sein Buch «The Swiss Reformation» («Die Schweizer Reformation») von 2002 gilt als Standardwerk für den englischen Sprachraum. Sein neuestes Zwingli-Buch «Zwingli: Gottes bewaffneter Prophet» (Schwabe Verlag, Basel/Berlin) ist nun auch auf Deutsch erhältlich. Wie startet man eine neue Kirche? Wie verbreitet man seine Überzeugungen? Zwinglis Vorhaben sei riskant gewesen, sagt Gordon zu ref.ch, er habe etwas unternommen, für das es keine Anleitung, keine Erfahrungswerte gab.
Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.
Datum: 30.08.2026
Autor:
Markus Baumgartner
Quelle:
Livenet