«Lueget vo Bergen und Tal»
Kaum ein Lied wird so sehr mit der Schweiz als Alpenheimat in Verbindung gebracht wie «Lueget vo Bergen und Tal», sagt Roman Walker im PfarrblattBern. Walker wirkt als Kantor und Teamleiter an Zürichs Altstadtkirchen und dirigiert Chöre und Orchester. Seine besondere Leidenschaft gilt der Forschung am Institut Kulturen der Alpen der Universität Luzern. Die Publikation «Die Alpen im Lied der Schweiz» ist seine Dissertation.
Das Lied «Lueget vo Bergen und Tal» hat unter den vielen Volksliedern mit Alpenbezug einen besonderen Status. Das hat nicht nur mit dem eingängigen Liedtext oder der gut singbaren Melodie zu tun. Es wurde wesentlich auch durch die Medialisierung der Gesellschaft, insbesondere durch das Radio, zum Ohrwurm. So geniesst das in seiner Ursprungsfassung dreistimmig gesetzte Lied in der Deutschschweiz einen besonderen Stellenwert. Anlässlich öffentlicher Feste ertönt es zuweilen als Loblied auf die Alpen oder gar als «Hymnenersatz».
Es scheint im kollektiven Repertoire der schweizerdeutschen Gesellschaft tatsächlich äusserst tief verankert zu sein. Roman Walker nennt dieses Lied das «wohl geistlichste aller weltlichen Volkslieder der deutschsprachigen Schweiz». Es seien drei Aspekte, die ihn zu dieser Aussage bewogen haben. Der Liedtext suche ähnlich wie Psalm 23 – «Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln» –, ein Gottvertrauen zu vermitteln. Die insgesamt fünf Strophen der Urfassung sollten den Buben im Seminar Hofwil ein Gefühl der Geborgenheit in Gottes Hand vermitteln, denn für sie wurde das Lied geschrieben.
Ein zweiter Punkt stelle das biblisch aufgeladene Sternsymbol dar. Das pantheistische Sehen von Gott – die Schöpfung bezeugt den Schöpfer – in den geschilderten Naturbildern hatte zu jener Zeit Konjunktur. Der dritte Aspekt sei dem klösterlichen Hintergrund Hennes geschuldet. Weil er im Benediktinerkloster Pfäfers Novize war, wusste er um die Bedeutung der O-Antiphonen, die vor Weihnachten im Stundengebet gesungen wurden. Zusammen mit der Andeutung dieser O-Antiphonen ist «Lueget vo Bergen und Tal» tatsächlich das geistlichste aller weltlichen Volkslieder der deutschsprachigen Schweiz.
Kanton Luzern unterstützt Bettags-Kampagne weiterhin
Der Kanton Luzern beteiligt sich weiterhin an den Kommunikationsmassnahmen rund um den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag. Die Landeskirchen und die IG Islamische Gemeinde erarbeiten dazu jährlich einen Bettagsaufruf sowie eine Plakatkampagne, schreibt die Luzerner Zeitung. Der Kanton Luzern unterstützt diese ökumenische Zusammenarbeit weiterhin mit einem Beitrag von 5'000 Franken. Im Zentrum der kommenden Jahre stehe die Sensibilisierung für ein respektvolles Miteinander sowie die gemeinsame Verantwortung für die Lebensgrundlagen. Mit der Unterstützung der Kampagne unterstreiche der Regierungsrat die Bedeutung des staatlichen Feiertags als gesellschaftliches Zeichen für Zusammenhalt, Dialog und gegenseitige Verantwortung.
Sommerkloster in Einsiedeln
Seit 2012 laden Mönche jeden Sommer junge Männer zwischen 18 und 35 Jahren ins Kloster ein. Sie können mit Gleichgesinnten Klosterluft schnuppern und sind im Kloster Einsiedeln herzlich willkommen: Vom Sonntag, 9. August bis Sonntag, 16. August 2026 lädt das Kloster für eine Woche zum zum Mitleben, Mitbeten und vertieften Kennenlernen der Geschichte und Tradition hinter den Mauern ein. Die Teilnehmer am Angebot Sommerkloster nehmen an den Gebets- und Mahlzeiten der Klostergemeinschaft teil. Sie wohnen gemeinsam in den Räumlichkeiten des Internats des Gymnasiums. Jeder Tag bringt den Teilnehmenden einen Aspekt des benediktinischen Lebens praktisch und theoretisch nahe. Vom Gemeinschaftsleben über die Liturgie, die gemeinsame Arbeit, die klösterliche Spiritualität, Kunst und Kultur sind alle Tätigkeitsbereiche im Kloster Einsiedeln vertreten.
Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.
Datum: 12.07.2026
Autor:
Markus Baumgartner
Quelle:
Livenet