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Mit Gott auf dem Rasen und rund ums Stadion

Viele Fussballer teilen in der WM ihren Glauben öffentlich
Hochkarätige WM-Stars bekennen sich auf dem Rasen zu ihrem Schöpfer. Und die Bibelgesellschaften der drei Gastgeber-Länder nutzen die Partien, um die Fans mit dem Buch der Bücher vertraut zu machen.

Die Fussball-WM 2026 ist zu einer Plattform für Bibelgesellschaften und christliche Dienste in ganz Nordamerika geworden, um Schriftenmaterial zu verteilen, Gebetsinitiativen zu organisieren und Fans mit der christlichen Botschaft zu erreichen, berichtet das Online-Magazin «Christian Daily International».

In den USA gibt die «American Bible Society» das «Youth Sports New Testament» heraus, eine Sonderausgabe des Neuen Testaments, die speziell für junge Sportler, Trainer, Eltern und Teamleiter entwickelt wurde. Die Organisation erklärt, dass diese Ressource jungen Menschen dabei hilft, biblische Prinzipien sowohl auf dem Spielfeld als auch im Alltag anzuwenden. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative, jüngere Generationen über den Sport mit der Bibel in Kontakt zu bringen.

Einsätze in Mexiko, Andachtsmaterial in Kanada

In Mexiko beteiligt sich die mexikanische Bibelgesellschaft an Einsätzen zur WM, indem sie Materialien entwickelt, die speziell auf Fussballfans zugeschnitten sind. Die Broschüre «¡Decididos a hacerlo bien!» («Entschlossen, das Richtige zu tun!») verbindet Inhalte rund um das Turnier mit einer Darstellung der christlichen Botschaft.

Die Organisatoren planen, Tausende evangelistischer Materialien zu verteilen und Freiwillige in den Austragungsstädten zu mobilisieren, um das Evangelium durch persönliche Gespräche, öffentliche Veranstaltungen und gedruckte Materialien zu verbreiten.

In Kanada stellt die «Canadian Bible Society» über ihre Plattform «My Bible» eine Andachtsreihe mit dem Titel «FIFA World Cup 30-Day Devotionals» zur Verfügung. Jede Andacht enthält Bibelstellen, Fragen zur Reflexion sowie Gebetsanregungen. Die Fans werden ermutigt, die Begeisterung der Weltmeisterschaft mit biblischen Themen wie Hoffnung, Ausdauer, Einheit und Vertrauen auf Gott zu verbinden. 

Diese Initiativen spiegeln einen breiteren Trend unter Bibelgesellschaften weltweit wider.

Eine ganz besondere Elf

Frankreich, «La Grande Nation», ist einer der absoluten Mitfavoriten. Im nördlichen, westlichen und südlichen Nachbar der Schweiz, der in vier der letzten sieben Endrunden im Finale stand und zweimal den Titel holte, hat die Redaktion von «Plus Que Sportifs» eine Auswahl christlicher Spieler präsentiert, 26 Akteure und dazu eine komplette Elf, wie «Info Chrétienne» berichtet.

Die Torhüter

Alisson (Brasilien): Der Torhüter der brasilianischen Nationalmannschaft sagte: «Ich bin ein Mann des Glaubens» und beschreibt, wie sich seine Beziehung zu Gott im Laufe seines Lebens entwickelt hat. Zudem betont er, dass «der Glaube an Jesus kein Slogan ist», sondern ein echtes Vertrauen in Christus.

Weitere Torhüter: Camilo Vargas (Kolumbien), Lawrence Ati-Zigi (Ghana).

Die Verteidiger

Juan Cuadrado (Kolumbien): Der kolumbianische Verteidiger ist sowohl auf dem Spielfeld als auch im Glauben ein Fels in der Brandung. Auf seinem Instagram-Account teilt er nahezu täglich biblische Ermutigungen.

Maxence Lacroix (Frankreich): Der Spieler von Crystal Palace blickt auf eine starke Saison zurück, in der er die UEFA Europa Conference League gewann. Dennoch scheint für ihn etwas anderes im Mittelpunkt zu stehen. Bei seiner ersten Nominierung für Frankreich im März sagte er: «Alle Ehre gebührt meinem Herrn Jesus.»

Marc Guéhi (England): Als Sohn eines Pastors ist dieser Verteidiger von Manchester City in einem Umfeld aufgewachsen, in dem Jesus eine zentrale Rolle spielt. Sein christlicher Glaube ist ein wesentlicher Teil seiner Identität. Gegenüber «BBC» erklärte er, die Regel zu Hause sei immer gewesen: «God first». Im Dezember 2024 trug er als Kapitän von Crystal Palace stolz die Aufschrift «I love Jesus» auf seiner Kapitänsbinde.

Chris Richards (USA): 2020 liess er sich als Spieler des FC Bayern München in einer «Hillsong»-Kirche in München taufen. Laut einem Artikel des «Guardian» über die US-Nationalmannschaft ist Richards offen in Bezug auf seinen Glauben und nimmt regelmässig an Gebets- und Bibelstudien mit Teamkollegen teil.

Weitere Verteidiger: Yerry Mina (Kolumbien), Jurrien Timber (Niederlande), Joris Kayembe (DR Kongo), Mark McKenzie (USA).

Mittelfeld

Felix Nmecha (Deutschland): Der deutsche Spieler sagte laut «Jesus.de», dass nur eine Beziehung zu Jesus echte Erfüllung bringen könne. «Ich bin ein Christ, der Fussball spielt, aber meine erste Identität ist, ein Jünger Jesu Christi zu sein, bevor ich Fussballer bin.»

Antoine Semenyo (Ghana): Im Januar liess sich Antoine Semenyo bei seiner Taufe im Ärmelkanal taufen! Kurz darauf bekannte er seinen Glauben gemeinsam mit seinem Pastor am Spielfeldrand in England.

Eberechi Eze (England): Der offensive Mittelfeldspieler von Arsenal sagte unlängst: «Ich möchte, dass man von mir sagt, dass ich in allem, was ich tue, Jesus verherrliche.»

Weitere Mittelfeldspieler: Jean-Michaël Séri (Elfenbeinküste), Ben Gannon-Doak (Schottland), Elisha Owusu (Ghana), Lee Jae-Sung (Südkorea), Carney Chukwuemeka (Österreich).

Stürmer

Kenji Gorré (Curaçao): Von ihm ging ein Video viral, das ihn zeigt, wie er mit einem Pastor und einer Lobpreisgruppe Jesus feiert. Er sagte in sozialen Netzwerken: «Vielleicht gewinnen wir die WM nicht, aber wir haben in Jesus Christus schon viel mehr gewonnen.» Eindrücklich war, wie Spieler von Deutschland und Curaçao nach der Direktbegegnung gemeinsam beteten.

Dodi Lukebakio (Belgien): Der belgische Offensiv-Mann sagte einmal laut «Promis Glauben»: «Ich bin Christ. Durch meinen Glauben an Jesus Christus habe ich gelernt, ruhig zu bleiben. Der Glaube gibt mir Kraft. Er ist mein ganzes Leben.»

Jérémy Doku (Belgien): Ein weiteres starkes Beispiel aus Belgien: «Meine innere Leere wurde nur durch Jesus gefüllt.» Für ihn ist klar: Unabhängig vom Abschneiden Belgiens bei der WM ist nichts wichtiger als sein Glaube.

Weitere Stürmer: Christian Pulisic (USA), Gaël Kakuta (DR Kongo), Noni Madueke (England), Bukayo Saka (England).

Arsenals «Bible Brothers» an WM vertreten

Auch das Online Magazin «Christian Today» hob unlängst fünf Spieler hervor. Dem britischen Magazin stach natürlich der bereits erwähnte Marc Guéhi (England) ins Auge, der ursprünglich in der Elfenbeinküste geboren ist (Livenet hat den Turnier-Baum studiert und festgestellt, dass England und die Elfenbeinküste sich im Viertelfinale begegnen könnten).

Ebenfalls genannt wird Bukaya Saka (auch England), der einmal sagte: «Es ist wirklich wichtig, die Gegenwart Gottes in mir ständig zu haben, und es gibt mir mehr Selbstvertrauen, weil Gottes Plan perfekt ist. So kann ich auf den Platz gehen und wissen, dass Gott hinter mir steht.»

Saka spricht immer wieder über die Bedeutung seines christlichen Glaubens und dessen Einfluss auf alle Lebensbereiche. Bei Arsenal gehörte er zu einer Gruppe christlicher Spieler, die liebevoll als «Bible Brothers» bezeichnet werden, wie «Premier News» erst vor kurzem berichtete, gemeinsam mit Eberechi Eze und Noni Madueke.

«Ich danke jeden Tag meinem Herrn»

Neben Allison Becker (Brasilien), nennt «Christian Today» auch Christian Pulisic (USA) und Noah Sadiki (DR Kongo). Während seiner gesamten Karriere spricht er regelmässig über seine Abhängigkeit von Gott. Nach einem Champions-League-Spiel 2021 sagte Pulisic: «Ich musste mich immer wieder aufs Neue beweisen. Aber wie immer wende ich mich an Gott, und er gibt mir Kraft. Mit ihm hinter mir kann mich nichts aufhalten.»

Und mit nur 21 Jahren gehört Noah Sadiki (DR Kongo) – gleich wie der 20-jährige Schweizer Johan Manzambi – zu den aufstrebenden Talenten dieser Weltmeisterschaft. Seinen christlichen Glauben lebt Sadiki offen. «Ich fühle mich wohl dabei, über meinen Glauben zu sprechen, weil er mir Frieden gibt. Ich danke jeden Tag meinem Herrn und Retter dafür, dass ich einen weiteren Tag den Sport geniessen darf, den ich seit meiner Kindheit liebe.»

Zum Autor: Daniel Gerber schreibt seit 25 Jahren für Livenet. Er ist freier Journalist und Autor mehrerer Bücher; zuletzt «Wo Jesus barfuss geht» (im SCM Hänssler-Verlag) mit Markus und Katharina Freudiger. Besonders wohl fühlt er sich in den Weiten Afrikas. Er ist verheiratet mit Guilene und Vater von drei Kindern.

Datum: 28.06.2026
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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