Livenet-Talk

Einsätze in Bern: «Menschen reagieren positiv»

Beat Baumann im Livenet-Talk
Vor dreieinhalb Jahren gab Beat Baumann die Leitung von Livenet ab. Heute organisiert er u.a. Strasseneinsätze in Bern. Sein Anliegen ist nach wie vor, Menschen für Jesus zu erreichen und Christen über Gemeindegrenzen hinweg dafür zu verbinden.

Seit etwas mehr als einem Jahr verfolgt Beat Baumann ein neues Projekt: Er organisiert Evangelisationen auf den Strassen von Bern. «Eigentlich hat alles mit einem Bibelwort angefangen, das mir seit der ersten Hälfte von 2025 immer wieder begegnet ist; Apostelgeschichte 2,46 und 47. Dort steht ‘ Tag für Tag versammelten sie sich einmütig im Tempel, und in ihren Häusern hielten sie das Mahl des Herrn und assen gemeinsam, mit jubelnder Freude und reinem Herzen. Sie priesen Gott und wurden vom ganzen Volk geachtet. Der Herr aber führte ihnen jeden Tag weitere Menschen zu, die gerettet werden sollten.’»

Für Beat Baumann war es wie eine neue Erkenntnis, dass Beten und Hinausgehen, um Menschen zu erreichen, zusammengehören. Sein Eindruck sei gewesen, dass es das täglich in der Bundesstadt Bern brauche.

Jeden Tag beten und jeden Tag Menschen erreichen

Im Juni 2025 stellte er sich also die Frage, ob es nicht möglich wäre, täglich hinauszugehen, um Menschen zu erreichen. Zu Beginn sei es jedoch ein Kampf gewesen. «Zuerst erschien mir die Idee hirnrissig», gibt Beat zu. Doch er zog es durch. Von Montag bis Samstag geht ein Team von Freiwilligen nun täglich auf die Strasse. «Wir haben zum Beispiel einen Gebets- und Bibelstand, an dem wir das Neue Testament verteilen.»

Was erleben sie bei ihrer Arbeit? «Die Stimmen sind überraschend positiv – entsprechend des allgemeinen Stimmungsumschwungs in Europa.» Sie hätten bereits viele gute Gespräche über den Glauben geführt, berichtet Beat Baumann im Livenet-Talk. «Ich habe innerlich wirklich den Glauben an eine neue Aufbruchsbewegung in Europa – eine neue Bewegung zu Gott hin!»

«Mir liegt das Übergemeindliche am Herzen»

«Viele unserer Mitarbeiter stehen zum ersten Mal auf der Strasse, um zu evangelisieren», berichtet der frühere Geschäftsführer von Livenet. «In der WhatsApp-Gruppe sind wir über 700 Leute, die an dem Projekt teilnehmen. Das Koordinationsteam besteht aus 30 Leuten. Alle kommen aus insgesamt 25 Gemeinden.» Und alle - ob von ICF, EGW, Vineyard, Pfimi, reformierten Gemeinden oder privaten Hausgemeinden hätten dieselbe Leidenschaft. «Manchmal sind zwei im Einsatz, manchmal fünf, manchmal 50 oder 100. Man muss sich nicht eintragen, sondern kann einfach kommen.»

Jeden Tag findet ausserdem in einer Berner Gemeinde ein Gebet zur Vorbereitung statt – etwa eine Dreiviertelstunde, bevor es für rund zwei Stunden auf die Strasse geht. Im letzten Jahr hätten so etwa 40 bis 50 Menschen zu Jesus gefunden, so Beat Baumann. Das Übergemeindliche liege ihm als Vernetzer stark am Herzen, also «die gemeinsame Arbeit aus Liebe zu Jesus, bei der man sich gegenseitig fördert und ergänzt».

Nicht nur Strasseneinsätze

Mit dem «Great Commission Network» (GCN), dem sich Beat in dieser Phase seines Dienstes angeschlossen hat, will er den Missionsauftrag ganzheitlich leben: Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft neu verknüpfen und alles vom Evangelium durchdringen lassen. Beim GCN gehe es ganz konkret darum, sich um die Bedürfnisse benachteiligter Menschen, vor allem in ärmeren Ländern, zu kümmern und ihnen gleichzeitig die Gute Nachricht zu bringen.

Zum Autor: Valentina Hepp hat Theologie und Kulturwissenschaften studiert. Ursprünglich kommt sie aus der Nähe von Hannover, wohnt jetzt aber mit ihrem Mann in Schaffhausen. Seit Sommer 2026 arbeitet sie bei Livenet.

Zum Talk:

Datum: 08.09.2026
Autor: Valentina Hepp
Quelle: Livenet

Publireportage
Werbung
Livenet Service
Werbung