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Schweden: Hunderte ehemalige Muslime folgen Christus nach

Eine schwedische Gemeinde hat die Ankunft von Geflüchteten als historischen geistlichen Aufbruch erlebt.
Während viele europäische Länder Migration hauptsächlich als politische Herausforderung betrachten, hat eine schwedische Gemeinde die Ankunft von Geflüchteten als historischen geistlichen Aufbruch erlebt.

Joakim Lundqvist, früherer leitender Pastor von Livets Ord (Wort des Lebens) in Uppsala, blickt mit tiefer Dankbarkeit auf das vergangene Jahrzehnt zurück: «Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Hunderte von Menschen mit dem Namen Muhammad als Gemeindemitglieder haben würde», gesteht er.

Als Geflüchtete aus Krisengebieten in Schweden ankamen, entschied sich die Gemeinde bewusst dafür, diesen Wandel nicht als Bedrohung, sondern als «göttliche Fügung» zu verstehen. Diese Haltung der Gastfreundschaft hat dazu geführt, dass allein in dieser Gemeinde mehr als 900 Menschen aus muslimischem Hintergrund zum Glauben an Christus gefunden haben.

Mission vor der Haustür

Lundqvist und sein Team erlebten eine bemerkenswerte Realität: Gespräche über den Glauben waren mit ankommenden Geflüchteten oft offener möglich als mit säkularen Schweden. «Sie kamen auf der Suche nach Sicherheit, und viele suchten auch geistlich», erklärt er.

Indem die Gemeinde ihre Türen für Mahlzeiten, Sprachkurse und Bibelstunden öffnete, erreichte Livets Ord einen tiefen geistlichen Hunger. Leitende Persönlichkeiten beschreiben diesen Aufbruch als «neue Missionswelle»: Das Evangelium erreicht Volksgruppen aus Regionen, die westlichen Missionaren zuvor praktisch unzugänglich waren.

Vom Ankommen zur Jüngerschaft

Der Weg der Geflüchteten zum Jünger ist nicht ohne Hürden. Neue Gläubige stehen oft unter starkem Druck durch ihre Familien und kämpfen mit kultureller Entwurzelung. «Das ist nicht das Ende der Arbeit, sondern ihr Anfang», betonen Forscher, die sich mit europäischer Migration befassen.

Die Gemeinde hat daher ihre Strategie auf langfristige, geduldige Begleitung ausgerichtet. Ziel ist es, dass im Glauben Startende die theologische Fundierung und die Gemeinschaft erhalten, die sie brauchen, um soziale Ausgrenzung standzuhalten. Hunderte dieser neuen Geschwister haben bereits eine formale Bibelschulausbildung in Uppsala abgeschlossen.

Gastfreundschaft als theologisches Zeugnis

In einem europäischen Klima, das von hitzigen Debatten über Grenzen und Integration geprägt ist, steht die Geschichte aus Uppsala als Zeugnis für die Kraft einfacher Willkommenskultur. Lundqvist betont, dass die Mission der Gemeinde in Liebe verwurzelt bleiben muss, nicht in Politik. Indem die Gemeinde Geflüchtete als Menschen behandelt, die geliebt werden wollen, hat sie einen Weg zur ewigen Hoffnung geöffnet. Wo andere Zerstörung sahen, erkannte diese Gemeinde Gottes Einladung, die Grenzen seines Reiches zu erweitern.

Datum: 26.08.2026
Quelle: Joel News / Livets Ord

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