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China: Die unerschütterliche Mission der Hauskirchen

Die «Back to Jerusalem»-Bewegung erreicht immer mehr herausfordende Gebiete.
Nach jahrzehntelanger Verfolgung und rasanter Urbanisierung breitet sich die chinesische Hauskirche nun entlang der alten Seidenstrasse nach Westen aus und trägt das Evangelium in den Nahen Osten.

«Die Geschichte meines Lebens lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: bitter», sagt Shen XiaoMing. Sein Lebensweg, geprägt durch Hunger in der Kindheit, schwere Krankheit in der Jugend und mehrfache Inhaftierungen, spiegelt die gemeinsamen Erfahrungen vieler Leitungspersonen innerhalb der China Gospel Fellowship wider. Dieses Netzwerk verbindet heute schätzungsweise zehn Millionen Gläubige. Für Shen war das Leiden kein Hindernis, sondern ein Antrieb: «Es hilft dir, die Gegenwart Gottes zu erfahren und seine Kraft.»

Urbanisierung und das Erbe der Seidenstrasse

Während China eine rasante Urbanisierung durchlief, verlagerte sich die Mission der Hauskirche von abgelegenen Dörfern in die aufstrebenden Städte des Landes. Doch die Vision reicht weit über die nationalen Grenzen hinaus. Vor Jahrhunderten gelangte das Evangelium erstmals über die Seidenstrasse nach China, getragen durch Gemeinschaften, die als «Religion des Lichts» bekannt waren. Heute sehen sich chinesische Leitungspersonen berufen, dieses Licht durch das «Back to Jerusalem»-Projekt auf seinem Ursprungsweg zurückzuschicken.

Die «Back to Jerusalem»-Bewegung

Diese Mission führt das Evangelium westwärts durch einige der herausforderndsten Regionen der Erde, einschliesslich des Nahen Ostens. Missionare wie Grace He bewegen sich still und beharrlich, überschreiten Grenzen, die westlichen Organisationen häufig verschlossen bleiben. «Sie sind Entbehrungen gewohnt», berichtet ein Leiter, «sie rechnen nicht mit Bequemlichkeit.» Diese Widerstandskraft, geformt in den Wirren chinesischer Arbeitslager und verborgener Untergrundtreffen, hat sie für den Dienst in Regionen mit starker Feindseligkeit gegenüber dem christlichen Glauben gut gerüstet.

Eine Haltung des Gehorsams

Pastor Zhang Rongliang betont, dass die Hauskirche sich aktiv auf eine noch grössere Ausdehnung vorbereitet. Viele ihrer Mitglieder sind bereits in muslimisch geprägten Ländern tätig, arbeiten unauffällig und ohne formale Strukturen und verlassen sich stattdessen auf einfachen Gehorsam. Aus einer Geschichte voller Bitterkeit und verborgener Treue heraus positioniert sich die chinesische Kirche heute als bedeutende Senderin von Botschaftern in Regionen, die lange als unerreichbar galten. Sie glaubt fest daran, dass die Frucht des vergangenen Leidens nun bereit ist für die Ernte.

Datum: 19.08.2026
Quelle: Joel News / Back to Jerusalem

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