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Die Speisung der Zehntausend

Der Food Point feiert sein 10-jähriges Jubiläum
Was den einen zu viel ist, kann andere satt machen. Durch den «Food Point» in Steffisburg konnten das in den letzten zehn Jahren etwa 10`000 Menschen erleben.

Es begann vor zehn Jahren klein im Rahmen der Nachbarschaftshilfe und zur Vermeidung von Food Waste – heute ist es zu einer Institution geworden: Der Food Point, ein sozialdiakonisches Angebot der Kirche B-Nord Steffisburg (ehemals Freie Missionsgemeinde Thun) konnte am 2. August Jubiläum feiern – unter anderem mit einem Grusswort der Thuner Stadtpräsidentin Eveline Salzmann.

Nicht mehr verkaufen – weitergeben

Der Food Point hat im Lauf der Jahre in Steffisburg eine gewisse Bekanntheit erreicht. Jeden 2. und 4. Mittwochvormittag des Monats werden in den Räumlichkeiten der Kirche B-Nord in Steffisburg Nahrungsmittel bereitgestellt und an Menschen abgegeben, die nachweisen können, dass sie darauf angewiesen sind. Dabei handelt es sich um Waren aus verschiedenen Kleingeschäften und Ladenketten, deren Verkaufsdatum erreicht ist und die nicht mehr verkauft werden können. Die Lebensmittel werden am Vorabend des Abgabetages durch einen Detailhändler, einen Gemüsebauern und eine Bäckerei bereitgestellt und von freiwilligen Fahrern eingesammelt. Ein gesponserter Kühlanhänger leistet dabei wertvolle Hilfe. Am Abgabetag selbst wird die Ware kontrolliert und in einer Fassstrasse bereitgestellt.

Eine grosse Tasche ist von Vorteil

Die Bezüger haben anschliessend die Möglichkeit, Lebensmittel ihrer Wahl einzupacken. Für die Wartenden werden in der Cafeteria gratis Getränke ausgeschenkt. Diese Cafeteria ist nebenbei zu einem geschätzten Treffpunkt geworden, um Kontakte untereinander zu knüpfen. Saisonabhängig sind es jeweils zwischen 30 bis 50 Personen, die das Angebot des Food Point in Anspruch nehmen. Pro «Einkauf» wird ein Unkostenbeitrag von drei Franken erhoben. Das Angebot an Lebensmitteln variiert, abhängig von Angebot und Nachfrage bei den Zulieferern. Es reicht von Fertigprodukten, Gemüse und Früchten bis hin zu Blumen. «Eine grosse Tasche ist von Vorteil», empfiehlt die Webseite den Bezügern.

Grund zur Dankbarkeit

«Es war ein schöner Anlass und es gibt Grund zur Dankbarkeit, dass die Lebensmittelabgabe, die vor zehn Jahren klein und bescheiden startete, wachsen durfte und bis heute rund 10'000 Lebensmittelbezüge ermöglicht hat», kommentiert Lukas Tschanz, Leiter der Sozialdiakonie der Kirche B-Nord. «Dabei konnten wir etwa 14'000 Lebensmittelkisten vor der Vernichtung retten und einen Beitrag zur Verminderung von Food Waste leisten.»

Datum: 14.08.2026
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet

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