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Äthiopien: Vierzehn Gemeinden in sechs Monaten gegründet

Trotz gefährlichen Konflikten werden in Äthiopien weiterhin Kirchen gegründet
In Regionen Äthiopiens, in denen Dutzende von Kirchen niedergebrannt wurden, erlebt eine neue Generation einheimischer Gemeindegründer eine bemerkenswerte geistliche Erneuerung.

«Ohne Gottes Wirken wäre das nicht möglich», sagt Joas, Leiter eines Jüngerschafts- und Missionstrainingsprogramms in Äthiopien. Diese Einschätzung folgt auf den Abschluss von 17 neu ausgebildeten Gemeindegründern aus neun verschiedenen Regionen, viele davon aus noch unerreichten Gemeinschaften. Diese Menschen kehrten in ihre Heimat zurück mit einem klaren Ziel: Gemeinden zu gründen in einem Umfeld, das von tief verwurzelten Stammeskonflikten und historischer Feindseligkeit gegenüber dem Evangelium geprägt ist.

Licht in der Dunkelheit

Ein Kursteilnehmer kehrte zu einem noch unerreichten Volksstamm zurück, wo traditionelle Stammeskonflikte eine öffentliche Verkündigung des Evangeliums lange unmöglich gemacht hatten. Durch geduldigen Beziehungsaufbau und beharrliche Treue wurden 15 Menschen «aus tiefer Dunkelheit», wie er es beschreibt, herausgeführt, getauft und bilden nun den Kern einer neuen Gemeinschaft. Ein anderer Absolvent kehrte zurück und fand sein Haus und seinen gesamten Besitz niedergebrannt vor. Obwohl er nur das besass, was er am Leib trug, entschied er sich zu bleiben und erklärte, sein Dienst sei nun «eine Sache des Gebets», während er weiterhin das Evangelium verkündigt.

Der Durchbruch: 14 neue Gemeinden

Der vielleicht bedeutendste Durchbruch ereignete sich in einer Region, in der vor vier Jahren noch vierzig Kirchen systematisch niedergebrannt worden waren. Für viele Beobachter schien die christliche Präsenz in dieser Gegend beendet zu sein. Doch nach sechs Monaten gezielter Ausbildung und betender Evangelisation durch das Team von Joas wurden 14 neue Gemeinden gegründet. Diese Gemeinschaften versammeln heute 158 Gottesdienstbesucher, 67 Taufen wurden vollzogen und ein wachsendes Jüngerschaftstraining treibt die Ausbreitung in die umliegenden Gebiete weiter voran.

Beständigkeit im Gehorsam

Die gegenwärtige Bewegung in Äthiopien ist geprägt von einem «beständigen Gehorsam», der inmitten physischer Zerstörung und Widerstand gedeiht. Die rasche Zunahme von Gemeinden, die von Gläubigen gegründet werden, die in diese schwierigen Gebiete zurückkehren, deutet darauf hin, dass der geistliche Boden weitaus fruchtbarer ist, als die äusseren Umstände vermuten lassen. Aus der Asche früherer Konflikte heraus schlägt eine widerstandsfähige, wachsende Kirche erneut Wurzeln.

Datum: 04.08.2026
Quelle: Joel News / Global Disciples / Ethiopian Fellowship of Evangelical Believers

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