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Trump von Graham ermahnt

Franklin Graham unterstützt den US-Präsidenten nach wie vor
Am 3. November entscheidet sich bei den US-Zwischenwahlen auch, wie stark Donald Trump auf seine christliche Basis zählen kann. Pastor Franklin Graham unterstützt den Präsidenten und verrät, weshalb er ihn auch schon zurechtgewiesen hat.

Am 3. November warten in den USA die Zwischenwahlen. SRF stellt die Frage, ob Christen bei den Midterms zu Donald Trump halten. «Donald Trump passt in vieler Hinsicht nicht zum moralischen Ideal konservativer Christen. Trotzdem stimmten 2025 81 Prozent der weissen evangelikalen Protestanten für ihn», so SRF.

Im Vorfeld sprach das Schweizer Fernsehen mit dem bekannten US-Pastor Franklin Graham. Darin kam unter anderem zum Ausdruck, dass Donald Trump auch schon die eine oder andere Ermahnung erhielt.

Trump wurde ermahnt

Dass eigene Massstäbe geopfert werden, will Franklin Graham nicht gelten lassen. «Ich glaube nicht, dass wir unsere moralischen Werte opfern», so der Pastor im SRF-Gespräch. «Ich jedenfalls nicht. Wenn ich mit Präsident Trump nicht einverstanden bin, melde ich mich persönlich bei ihm.»

Auf die Frage, ob Trump darauf reagiert, sagt Graham: «Ja. Ich habe ihn etwa auf seine Sprache angesprochen: ‘Herr Präsident, Sie müssen solche Wörter nicht benutzen.’ Er sagte, er brauche Kraftausdrücke, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Ich antwortete: ‘Das geht auch ohne.’ Er lacht darüber, aber er weiss, wie ich dazu stehe.»

«Immer ein säkularer Staat»

Er würde sich auch nicht als christlicher Nationalist bezeichnen. «Ich bin Christ und ich bin Amerikaner.» Aus seiner Sicht stamme dieser Begriff von links und diskreditiere Menschen mit christlichen Überzeugungen.

Viele würden sich wünschen, dass der christliche Glaube wieder mehr Einfluss hat. «Aber die USA waren immer ein säkularer Staat.»

«Wird die Schweiz dadurch besser?»

Auf die Frage, warum der Glaube die Leute in den USA nicht stärker verbinde, verweist Franklin Graham auf die Schweiz. «Sie haben eine grosse religiöse Tradition, denken Sie an die Reformation. Auch das hat die Menschen nicht unbedingt geeint.»

Auf den Hinweis des Journalisten, dass die Religion heutzutage stärker Privatsache sei und weniger politischen Einfluss habe, fragt Graham zurück: «Aber wird die Schweiz dadurch besser? (...) Als Christ bin ich kein Politiker. Viele Menschen denken, ich sei politisch aktiv, aber eigentlich bin ich das nicht.» Er äussere sich aber zu moralischen Fragen. «Politiker werden deshalb oft wütend, aber Fragen des Glaubens sind für mich moralische Fragen.»

Zum Autor: Daniel Gerber schreibt seit 25 Jahren für Livenet. Er ist freier Journalist und Autor mehrerer Bücher; zuletzt «Wo Jesus barfuss geht» (im SCM Hänssler-Verlag) mit Markus und Katharina Freudiger. Besonders wohl fühlt er sich in den Weiten Afrikas. Er ist verheiratet mit Guilene und Vater von drei Kindern.

Datum: 20.10.2026
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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