Aktuelles

Auch Gott ist an der Arbeit

Für Ken Costa ist sein Arbeitsplatz sein Ort der Anbetung.
Als Sonntagschristen bezeichnet man umgangssprachlich Menschen, deren Glaube sich nur auf den Sonntag beschränkt und im Alltag keine Rolle spielt. Dieses Denken hat Ken Costa vor 20 Jahren verändert: Denn Gott ist auch an der Arbeit präsent.

Als Investmentbanker in der Londoner City hat Ken Costa 40 Jahre lang fast jeden Tag sowohl die «Financial Times» als auch die Bibel gelesen. Dennoch herrscht lange die Ansicht, dass Gott und Wirtschaft nicht zusammenpassen. Der Wettbewerb und die rücksichtslose Härte der Geschäftswelt gelten als offensichtlicher Gegensatz zu christlichem Mitgefühl und christlicher Liebe. «My work station is my worship station» (mein Arbeitsplatz ist mein Anbetungsort): Das ist eine gute Zusammenfassung, was Ken Costa vor 20 Jahren mit «God@work» geschrieben hat. Darin erläutert er, wie man seinen christlichen Glauben am Arbeitsplatz leben kann sowie über weitere Themen aus der Geschäftswelt wie die Bedeutung des Charakters. 

Sinn in der Arbeit finden 

Das Buch wurde 2007 veröffentlicht und 2013 neu aufgelegt. Ken Costa ist überzeugt: «Wenn der christliche Glaube für den Arbeitsplatz nicht relevant ist, ist er überhaupt nicht relevant.» In God@work erläutert er das mit zahlreichen Fallbeispielen aus dem Geschäftsleben, die das ethische Dilemma veranschaulichen. Ken Costa: «Gott beruft uns zu der Arbeit, die wir tun. Ihn interessiert nicht nur, was wir tun, sondern auch, wie wir es tun.» Doch einen Sinn in der Arbeit zu finden, gehört zu den grössten Herausforderungen unserer heutigen Welt. Ist meine Arbeit für Gott von Bedeutung? Ist Ehrgeiz etwas Gutes? Wie gehe ich mit Misserfolg um? Wie treffe ich schwierige Entscheidungen? Solche Fragen helfen, im Alltag bewusst, engagiert und zielgerichtet zu leben. 

Umgang mit Misserfolgen 

«Ich empfehle dieses Buch von ganzem Herzen», sagt der frühere Erzbischof von Canterbury, Justin Welby. Aus dem Buch ist auch ein Kurs für Kirchen und Berufsgruppen entstanden. Sally Orwin, die an einer Durchführung in Manchester teilnahm, lobt in ihrer Besprechung im Faith in Business Quarterly besonders dessen Praxisnähe und Flexibilität. Das Angebot könne zwar nicht alle Antworten liefern, biete aber einen fundierten Rahmen, um darüber nachzudenken, wie der Glaube das ganze Leben durchdringt. Der Rezensent Ian Hore-Lacy lobt «God@work» für seine thematische Breite sowie die jahrzehntelange Erfahrung und praktische Weisheit, die Costa darin vermittelt. Besonders hilfreich findet er die Kapitel über Ehrgeiz, schwierige Entscheidungen, Stress und den Umgang mit Misserfolgen. Aufgrund von Costas persönlicher Glaubwürdigkeit hält er dessen Vision eines authentisch gelebten Christseins am Arbeitsplatz für überzeugend.

Topbanker und überzeugter Christ 

Ken Costa ist ein führender Investmentbanker, Autor und Philanthrop. Er wurde in Südafrika geboren und engagierte sich als studentischer Anführer in Johannesburg in der Anti-Apartheid-Bewegung. Anschliessend studierte er am Queens’ College der Universität Cambridge Rechtswissenschaften. Ken Costa war während seiner Karriere in der Londoner City auf höchster Ebene des internationalen Bankwesens tätig. So unter anderem als Vizepräsident der UBS Investment Bank und als Vorsitzender von Lazard International. Gleichzeitig ist er ein überzeugter und engagierter Christ. Er war Vorsitzender von Alpha International und tritt regelmässig als christlicher Referent auf. Als Unterstützer von Investitionen in die nächste Generation ist er Vorsitzender von Glorify, einer Meditations-App. Zudem ist er emeritierter Professor für Handelswissenschaften am Gresham College und koordinierte die Reaktion der Londoner City auf die Kampagne «Make Poverty History». Er hat Beiträge für die Financial Times, das Wall Street JournalThe Times und den Daily Telegraph verfasst. 

Ken Costa kommt in die Schweiz und spricht vom 10. bis 13. September 2026 dreimal in Winterthur: Am Donnerstag am «Young Professionals Forum», am Freitag am «Forum Christlicher Führungskräfte» und am Sonntag im Gottesdienst der GvC.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Dienstagsmail

Datum: 08.09.2026
Autor: Markus Baumgartner
Quelle: Dienstagsmail

Publireportage
Werbung
Livenet Service
Werbung