So machten Kirchen Schlagzeilen

Kathedralen sind wieder gefragt

So machten Kirchen Schlagzeilen
Diese Woche sorgten die steigenden Besucherzahlen in englischen Kathedralen, der Ballermann in Mallorca und eine Beerdigung für Aufmerksamkeit.

Die Besucherzahlen in englischen Kathedralen steigen zum fünften Mal in Folge: Letztes Jahr besuchten insgesamt 32'600 Personen wöchentliche Gottesdienste wie Morgen- und Abendgebet oder die Sonntags-Eucharistie in den Kathedralen der Church of England. Die Sonntagsbesuche bei Erwachsenen stiegen dabei deutlich um acht Prozent im Vergleich zu 2024. Auch die Weihnachtsbesuche nahmen insgesamt um sechs Prozent zu – an Ostern gab es einen Anstieg von fünf Prozent. Zusätzlich nahmen im Laufe des Jahres 657'700 Personen an 2'080 speziell organisierten Gottesdiensten teil, sowie 295'000 an weiteren regelmässigen Gottesdiensten wie beispielsweise für Schulen.

Auch die Anzahl der Chöre in den Kathedralen hat mit 208 einen Rekordwert erreicht, hauptsächlich aufgrund eines starken Zuwachses gemischter Chöre in den letzten zehn Jahren. Die Kathedralen empfingen zudem 1,83 Millionen Menschen bei öffentlichen oder zivilen Anlässen wie Abschlussfeiern und begrüssten 9,23 Millionen Besucherinnen und Besucher. Der Dekan von Wakefield, Dr. Philip Hobday, sagte: «Kathedralen sind ein kühler Ort während der Hitzewelle, ein warmer Ort im Winter und in einigen der sozial benachteiligtesten Orte eine der wenigen frei zugänglichen Stätten, wo alle willkommen sind. Wir freuen uns sehr, eine breitere Vielfalt von Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds in unseren Gebäuden zu sehen.»

Schweizer Prediger hilft betrunkenen Touristen auf die Beine

Beachgottesdienst am Ballermann auf Mallorca

Manuel Leiser (37) aus Truttikon ZH verbringt seine Sommerferien auf Mallorca. Er ist bis in die frühen Morgenstunden am Ballermann unterwegs, flaniert durch die Schinkenstrasse, sitzt vor dem Megapark. Wie Tausende andere Schweizerinnen und Schweizer auch. Nur dreht sich bei ihm nicht alles um Party, Alkohol und schnellen Sex. Sondern um Gottes Wort und gelebte Nächstenliebe.

Leiser ist einer von 200 jungen Christen, die derzeit auf der Partyinsel einen Freiwilligen-Einsatz der speziellen Art leisten. 70 von ihnen kommen aus der Schweiz, berichtet der «Blick». Sie organisieren abends Gottesdienste am Strand, direkt beim Ballermann. Und kümmern sich dann als sogenannte «Street Angels» um gestrandete Touristen. Leiser ist bereits zum neunten Mal beim Projekt «Reach Mallorca» dabei. Er kennt sich aus mit den Sorgen und Nöten von feiernden Menschen. «Die Leute sind erstaunlich offen für Spirituelles», sagt er. «Sie öffnen sich, erzählen mir ganz Privates.» Reden über Liebeskummer oder Probleme bei der Arbeit in der fernen Heimat. Die jungen Menschen hätten in den Ferien plötzlich wieder Zeit für richtige, tiefe Gespräche. «Natürlich hilft da auch der Alkohol», weiss Leiser. Je später der Abend, desto tragischer werden die Situationen, die er antrifft. «Wir bringen Betrunkene zurück ins Hotel. Oder helfen Touristen, denen das Portemonnaie geklaut wurde oder die ihr Handy verloren haben.»

Während Beerdigung bricht plötzlich die Kirchturmspitze ab

Während in der Kirche in Vernayaz VS eine Beerdigung stattfand, riss vermutlich eine heftige Windböe die Spitze des Kirchturms ab. Die Trauergäste wurden von dem Vorfall überrascht. Von letzter Ruhe kann nicht die Rede gewesen sein, denn die Beerdigung wurde jäh unterbrochen, als ein Teil des Kirchturms einstürzte. Glücklicherweise kamen die Anwesenden mit dem Schrecken davon, verletzt wurde niemand. Gemeindepräsidentin Stéphanie Revaz Martignoni wohnte der Beerdigung bei, als es passierte. «Es war ein sehr ungewöhnliches Geräusch», sagte sie gegenüber «Le Matin».

«Le Nouvelliste» hatte zuerst darüber berichtet. Einige Anwesende in der Kirche beschrieben das Geräusch als eine Art Donnerschlag. Andere hätten lediglich gespürt, wie die Kirche plötzlich vibrierte. Der Einsturz der Turmspitze verursachte diverse Sachschäden, darunter mitgerissene Dachziegel und ein Loch im Dach. Die Schäden werden erstmal provisorisch repariert. Anschliessend soll eine Fachfirma den Schaden begutachten und den Turm fachgerecht reparieren.

Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.

Datum: 09.08.2026
Autor: Markus Baumgartner
Quelle: Livenet

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