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Das brutale Ende einer Party

Der Christopher Street Day wurde in verschiedenen Städten gefeiert
Dominierendes Thema der Zeitungen und Online-Newsportale zum Wochenstart ist der Anschlag eines Islamisten auf den Christopher Street Day in Berlin. Es gibt viel Bestürzung und Trauer – und deutlich weniger Fragen nach den Wurzeln einer solchen Tat.

Der bekannte Islamist Abdul B. (21), geboren in Deutschland als Sohn einer syrischen Mutter, hatte in verschiedenen Ländern intensiv Anschluss an den Islamischen Staat (IS) gesucht, war im Libanon im Gefängnis und nach seiner Rückkehr nach Deutschland ebenfalls. Erst vor zwei Monaten auf Bewährung aus dem Jugendarrest entlassen, hatte er seit Wochen vor Nachbarn davon geredet, die Pride-Parade anzugreifen. Trotz intensiver Sicherheitsmassnahmen gelang es ihm, mit einem Auto beim Tiergarten in die Menschenmenge zu fahren. Er tötete eine Frau, verletzte 29 Menschen teilweise schwer und flüchtete. «Die Party feierte ein brutales Ende», so die NZZ. Weniger als 24 Stunden später wurde Abdul B. von der Polizei in einer Kleingartenanlage aufgespürt und erschossen, weil er Widerstand leistete.

Weniger Frage nach den Gründen

Soweit die traurigen Fakten. Politiker aller Couleur verurteilten sofort und einstimmig den Anschlag. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem «Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft», Bundeskanzler Merz nannte es eine «abscheuliche Tat». Den islamistischen Hintergrund des Anschlags erwähnte er nicht. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt wurde deutlicher und bezeichnete die Tat vor den Medien als einen islamistischen Terroranschlag.

Stefan Evers von der CDU erklärte: «Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz. (...) Es gibt einiges aufzuklären. Dann ist die Zeit für Konsequenzen.» Der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Thorsten Weiss, forderte eine Sondersitzung des Innenausschusses: «Der Senat muss erklären, warum ein polizeibekannter Islamist, der erst vor zwei Monaten aus dem Jugendarrest entlassen wurde, in der Lage war, mitten in Berlin einen Terroranschlag zu verüben.»

Mehrere Politiker und Kommentare beschäftigen sich mit der Frage, warum Abdul B. auf Bewährung entlassen wurde, obwohl seine Gewaltbereitschaft dokumentiert war. Richter und Vollzugsbehörden werden sich hier einige unangenehme Fragen gefallen lassen müssen.

Der Islam und Homosexualität

Eine so offensichtlich gefeierte «sexuelle Vielfalt» wie der CSD ist für islamistisch denkende junge Männer eine fast unerträgliche Herausforderung, das ist klar. Was sagen die Islamverbände dazu? Gibt es eine deutliche Distanzierung der «friedlichen Muslime» (die natürlich die Mehrheit bilden) von den Radikalen? Hierzu die NZZ heute: «Die Islamverbände beklagen nach solchen Taten allenfalls dürr die Gewalt. Im Übrigen erklären sie sich für unzuständig, da der Islam ja eine Religion des Friedens sei. Bereitschaft, für Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten zu werben, gibt es nicht. Woher soll die auch kommen, ist die Ablehnung der Homosexualität doch tief in den Quellen des Islams verankert.» Und weiter: «Die grossen Rechtsschulen sind sich einig, dass Koran und Prophet homosexuelle Praktiken nicht nur verurteilen, sondern ihre Bestrafung fordern. Das ist freilich der Unterschied etwa zur katholischen Kirche. Auch diese hält praktizierte Homosexualität für sündhaft. Der Papst fordert aber nicht dazu auf, Schwule zu steinigen. Im konservativen Islam ist das anders.»

Schockierende Verharmlosung

Der bekannte christliche Influencer, Theologe und Philosoph Dr. Johannes Hartl spricht in einem aktuellen Video über «Unbequeme Wahrheiten über den Islam» und bringt auf faire, überlegte Weise Fakten, die helfen, die Hintergründe zu verstehen, die letztlich zu einer solchen Tat führen können. Er zeigt, welche Extreme in Deutschland aufeinanderprallen. Der Grund: «Der Schwerpunkt des islamistischen Kampfes hat sich vom Nahen Osten (wo sich viele Menschen vom Islam abwenden) nach Europa verlegt.» Bei aller Trauer über die Opfer des Anschlags in Berlin – es ist zu hoffen, dass der «verklärte Blick auf islamische Gesellschaften» (Hartl) einer realistischen Betrachtungsweise weicht.

Zum Autor: Reinhold Scharnowski ist Pfarrer, Netzwerker und Redaktor. 21 Jahre war er Pfarrer der FEGs in Thun und Steffisburg, dazu Leiter von DAWN Europo und drei Jahre Missionar in Bolivien. Heute im «Unruhestand», seit 2012 aktiv als Redaktor bei Livenet.

Datum: 27.07.2026
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet

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