Fussballtrikot für den Mönch Gallus
Eine solche Werbung hätte sich der Heilige Gallus, Gründer des Klosters St. Gallen und Schutzpatron der Stadt, wohl nie erträumt: Sein Ankunftsjahr «Anno 612» wird auf dem neuen Auswärtstrikot des FC St. Gallen verewigt. Es erinnert in der kommenden Saison an die irischen Wurzeln: Das schwarze Leibchen mit seinen grünen Streifen schlägt die Brücke zwischen der Stadt St. Gallen und ihren historischen Ursprüngen. Orangefarbene Akzente am Kragen, an den Ärmeln und beim Logo erinnern an die irische Herkunft des Heiligen Gallus.
Die Aufschrift mit der Jahreszahl «Anno 612» rückseitig unterhalb des Kragens verweist auf die Ankunft von Gallus und damit auf den Ursprung der Stadt St. Gallen ganz nach dem Motto «Unsere Wurzeln tragen uns nach vorn». Gallus sei ein wichtiger Teil der lokalen Identität: «Diese Geschichte von Ursprung, Entwicklung und Identität wollten wir mit dem Trikot auf eine moderne und zurückhaltende Weise aufnehmen.» Beim Fussballclub zeigt man sich überzeugt, dass der einstige Wandermönch Gallus gut zum Club passt, da man selbst tief mit der Stadt und der gesamten Ostschweiz verwurzelt sei.
Bienen nisten sich in Jesusfigur ein
Sie schwärmten so sehr für Jesus, dass sie sich bei ihm einnisteten, schreibt der Bayerische Rundfunk und zeigt ein Video in der Zeitung Bild. Ein Honigbienenvolk hat sich in Niederbayern in einem drei Meter hohen hölzernen Kruzifix eingenistet. Ein Experte musste anrücken: So rettete ein Imker die Bienen – und die Jesusfigur. Simon Weber von der Röhrnbacher «Imkerei mit der Goldnote» erklärte: «Meistens stehen Wespen dahinter, aber es waren tatsächlich Honigbienen.» Und weiter: «Die Figur ist hohl und der Schwarm hat sie anscheinend für eine Baumhöhle gehalten und ist dort eingezogen.» Daher habe der Imker den zu einem Holzkreuz gehörenden Korpus abgeholt und anschliessend versucht, das Volk behutsam zu befreien. In einem Video auf dem Instagram-Kanal der Imkerei ist zu sehen, wie ein Stück aus dem Rücken der Jesusfigur herausgelöst wird, hinter dem sich die Bienen verbergen. Die Bienen auszusiedeln, sei nicht einfach gewesen, da die Waben in dem ganzen Jesuskörper verteilt gewesen seien, erläuterte der Imker.
Birkenstock feiert mit heiliger Kampagne
Der Sandalenhersteller Birkenstock hat seine neueste Sommerkampagne veröffentlicht – mit einer animierten Filz-Nonne in der Hauptrolle. Die Schwester steht für eine langjährige Verbindung zwischen Nonnen, Mönchen und der klassischen Schuhmarke. Birkenstocks sind bekannt für ihren einfachen Stil und ihre Langlebigkeit, weshalb sie oft mit einem Habit getragen werden.
Die Werbung ist eine Anspielung auf die Werbekampagne aus den 1980er-Jahren «Get into the habit», in der eine Reihe lächelnder Nonnen die Sandalen trug. Gleichzeitig spiegelt sie einen modernen Trend wider. Der Begriff «Nun Girl Summer» hat in den sozialen Medien dieses Jahr die Runde gemacht, nachdem ein Kloster in Michigan unerwartete Bekanntheit durch ihren Podcast über Leben und Glauben, «Dominican Sisters Open Mic», erlangte. «From hippies and punks to nuns and monks – some wear a habit, others make it one», heisst es in der Beschreibung zum Birkenstock-Werbeclip. Das Wort «habit» spielt im Englischen mit einer Doppelbedeutung: Es bezeichnet sowohl das Ordensgewand als auch eine Gewohnheit oder Lebensweise. Die Kampagne erregte schnell Aufmerksamkeit in den sozialen Medien, besonders unter Katholiken.
Zum Autor: Markus Baumgartner ist Inhaber der Kommunikationsagentur b-public AG und u.a. Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch, Co-Präsident Forum Christliche Führungskräfte, Vizepräsident der Agentur C und Herausgeber des Dienstagsmail.
Datum: 26.07.2026
Autor:
Markus Baumgartner
Quelle:
Livenet