Restaurant mit Inklusion – Glaube inklusiv
Es ist wieder Leben eingekehrt im historischen «Restaurant Storchen», im solothurnischen Schönenwerd. Der umtriebige Pionier Marco Jörg führt nach dem «Bistro Inklusive» in Aarau heute den multifunktionalen «Storchen».
Selber ist er von Geburt an blind und hat in diesem Bereich ein besonderes Herzensanliegen, das stets mitschlägt. Im Livenet-Talk mit Florian Wüthrich erzählt Marco von seinem Werdegang mit diversen Projekten, wie er das Thema Inklusion umsetzt und weshalb Glaube im Alltag auch Inklusion für ihn bedeutet.
Nächstenliebe, Schweizer Qualität und Stärkung der Region
Die Homepage lässt ins Innere, auf die Vison des Storchen, blicken: «Unsere Werte sind mehr als Worte. Gastfreundschaft, Nächstenliebe, Schweizer Qualitätsanspruch, Höflichkeit, Grosszügigkeit und die Stärkung der Region bilden das Fundament unseres Handelns. Wir arbeiten eng mit lokalen Lieferanten zusammen, unterstützen das Gewerbe vor Ort und möchten der Bevölkerung etwas zurückgeben – durch gute Küche, durch Begegnungen, durch Kultur und Räume, die Menschen zusammenbringen.»
In der Partnerschaft mit «b_smart» wurde der Betrieb eröffnet und dann weitergeführt; ganz im gemeinsamen Sinne, Menschen mit Behinderung mit anderen zusammenzubringen.
Beten, Beratung und Bistro
Zudem erhielten Marco Jörg und seine Crew über Public Worship, Anbetung an öffentlichen Orten, Kontakte zu Menschen. Daraus ist ein Beratungs- und Sozialdienst entstanden, der auch Hausbesuche anbietet, also ganz nah am Menschen wirkt.
So und durch die persönliche Betroffenheit von Marco selber erreichten die Dienste auch Menschen mit Behinderung. Nun wird der Gastrobetrieb mit beiden Gruppen, also auch mit Menschen ohne Beeinträchtigung, geführt: «Ich hab immer Connections mit sogenannt 'normalen' Menschen gesucht… und wollte Begegnungsorte schaffen», so der Leiter.
Kunden, Kegeln, Konferenzen
Nach der Kündigung vom Aarauer Bistro, gelangte der Geschäftsführer von «b_smart» mit dem verwinkelten Gebäude vom Storchen an Marco. Beide konnten das Konzept in diesem grossen und modernen Betrieb umsetzen. «Es soll in diesem gemischten Stil sein: den Storchen mit Menschen mit Behinderung, aber auch mit Menschen, die denken, sie hätten keine Beeinträchtigung, zu führen», wie Marco das schmunzelnd formuliert.
Die Crew ist auch vom Glauben her gemischt, und der Leiter ermutigt die christlichen Mitarbeiter, ihren Glauben im Beruf vorzuleben – «eigentlich ist es Evangelisation im Alltag».
Der Storchen geniesse eine hohe Akzeptanz, bei der einheimischen Bevölkerung. Zudem klopfen Firmen an, welche das Lokal buchen wollen, was Marco besonders freut: «Praktisch wöchentlich kriegen wir Anfragen für Konferenzen, Teamevents oder Sitzungen. Die sind fast noch wichtiger, weil die uns den nötigen Umsatz bringen.»
Auf das Wasser gehen
Wüthrich fragt nach dem persönlichen Befinden vom Talkgast, der meint: «Wenn ich meine Beziehung zu Jesus im Alltag pflegen und aufs Wasser gehen kann, unter der Führung des Heiligen Geistes, dann geht es mir gut.»
Trotz des fröhlichen Gemüts, wache auch er mal mit dunklen Gedanken am Morgen auf. «Aber», so Marco weiter, «wenn ich lese, dass ich durch den Heiligen Geist einen Geist der Überwindung habe und ein freudiges Herz, hab ich keinen Grund zum Trübsal blasen. Die Freude am Herrn soll meine Stärke sein.»
Mit guten Wünschen entlässt Flo Wüthrich den Gast Marco Jörg: «Auf dass der Storch zum Fliegen komme!»
Zum Restaurant im Storchen
Zum Talk:
Datum: 19.06.2026
Autor:
Roland Streit
Quelle:
Livenet