Was ist Gebet eigentlich?
Für die Vorbereitung zum Beitrag Gebet am Jubiläum der LabOra-Stiftung ging ich spazieren. Während des Spazierens spreche ich oft mit Gott und ich habe den Eindruck, er spricht mit mir. Beim Gehen fragte ich Gott, was er uns über das Gebet sagen möchte und was seine Sicht dazu ist. Nach einer kurzen Zeit des Innehaltens bemerkte ich, wie mir Worte und Sätze in den Sinn kamen.
Schnell lief ich nach Hause und schrieb sie auf. Dabei ist folgender Inhalte entstanden. Für mich ist es inspiriert von Gott. Sehr wahrscheinlich hat es auch einen Anteil Salome darin. Nimm es und prüfe, was Gott dir dazu sagt. Es soll dich ermutigen, dir Freude bereiten und dich weiterbringen. Den Text hat mich selber ermutigt und ich habe mein Gebetsleben nochmals reflektiert und hinterfragt, wo ich mechanisch geworden bin.
Was ist Gebet?
Gebet ist ein Gespräch mit Gott. Kein Monolog, sondern ein Dialog.
Gebet ist Beziehung bauen mit unserem Vater im Himmel.
Gebet ist, unseren Schöpfer in unsere Werke und Pläne mit hineinzunehmen.
Gebet ist kein Mechanismus oder eine Wunschmaschine. Gebet ist, offen vor unseren Gott, Vater, Liebhaber und Ratgeber zu kommen und ihn um seine Meinung zu fragen.
Gebet kann jedoch auch trügerisch sein. Ist dein Herz offen, die Meinung Gottes zu hören oder wird es einfach eine mechanische Reaktion? Willst du wirklich wissen, was Gott denkt, oder möchtest du nur den Segen Gottes für deine Pläne und Projekte abholen?
Wenn Gott etwas sagt, was er immer tut, bist du bereit zu reagieren oder verschliesst du dein Herz und deine Ohren, wie wenn nichts gewesen wäre?
In Sprüche 16, 1, 3 und 9 lesen wir:
«Die Pläne des Herzens sind Sache des Menschen, aber die rechte Antwort der Zunge kommt von dem Herrn. (...) Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. (...) Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus, aber der Herr lenkt seine Schritte.»
Praktische Umsetzung
«Herr, ich befehle dir meine Werke, Pläne, Sitzungen, Projekte, Finanzen, etc. an (füge ein, was du ihm anbefehlen möchtest). Ich kann und will es nicht ohne dich machen. Du sagst in deinem Wort, wenn wir es dir anbefehlen, werden die Pläne zustande kommen. So befehle ich dir alles an. Ich habe getan, was für mich menschenmöglich ist und was mir auf meinem Herzen liegt. Nun bitte ich dich, die Leitung und Führung zu übernehmen und Gott zu sein, in meinen Plänen. Danke, dass du Leben hineinsprichst, wo Leben entstehen soll und danke, dass du wachsen und gedeihen lässt, was du geplant hast und wo du Freude dran hast. Öffne mein Herz, meine Ohren und Augen, um zu sehen und zu hören, was du sprichst. Ich will meine Sinne auf dich ausrichten. Ich lobe und preise dich bereits jetzt, für alles! Denn du hast gute Gedanken über mir und bist für mich! Halleluja!»
Nun nimm dir einen Moment Zeit, um auf Gott zu hören und schreib auf, wo du einen Frieden, eine Freude oder eine Ruhe darüber empfindest. Dann mach weiter und vertrau, dass er seinen Teil dazu beiträgt. Viel Freude dabei, Gott mit hineinzunehmen.
Zur Autorin: Salome Nick leitet den Bereich «Ora et LabOra» der Stiftung LabOra.
Datum: 29.06.2026
Autor:
Salome Nick
Quelle:
Livenet