Freikirchen lancieren Leitfaden für Migrationskirchen
Internationale Gemeinden gibt es in der Schweiz in verschiedenen Formen wie Migrationskirchen, ethnische Gemeinden, fremdsprachige Gemeinden, Diasporakirchen und Internationale Gemeinden. «Schweizer Freikirchen haben viele Anfragen von internationalen Gemeinden. Gerade im Grossraum Zürich suchen viele internationale Kirchen nach Räumlichkeiten. Dabei sind auch zunehmend Schwierigkeiten in Vermietungsfragen aufgetreten», erklärt Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbandes Freikirchen.ch. Das hat dazu geführt, dass der Dachverband Freikirchen und christliche Gemeinschaften Schweiz (Freikirchen.ch) zusammen mit interkulturell, einer Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), einen Leitfaden herausgegeben haben.
«Gottes Hausgenossen»
Für diesen Leitfaden besteht ein Grundsatz, erläutert Peter Schneeberger: «Als Vermieter von Gemeinderäumlichkeiten verstehen wir uns nicht einfach als Besitzer oder klassische Vermieter, sondern als Verwalter dessen, was Gott uns anvertraut hat. Auf der Grundlage dieser Haltung leben wir – unabhängig davon, ob wir einer Schweizer oder einer internationalen Gemeinde angehören – als Gottes Hausgenossen. Gemeinsam gestalten wir unser Zusammenleben in seinem Haus respekt- und verantwortungsvoll.»
Ziel des Leitfadens
Der Leitfaden hilft Kirchenleitungen Chancen und Risiken einer Vermietung systematisch zu prüfen. Egzon Shala, interkultureller Beauftragter der SEA, erklärt: «Wichtig ist das Gespräch miteinander. Wir wünschen uns eine Zusammenarbeit, die von Freiwilligkeit, gegenseitigem Respekt, Transparenz, verantwortlicher Leiterschaft und der Einheit der weltweiten Kirche von Jesus Christus geprägt ist.» Der Leitfaden soll dazu beitragen, dass Menschen in Freiheit wachsen und Gemeinden in gegenseitiger Wertschätzung miteinander leben können.
Datum: 25.08.2026
Autor:
Markus Baumgartner
Quelle:
freikirchen.ch