Nachgefragt

«Die Leute sollen sich ‹wohnfühlen›»

Andreas Bleisch führt das Betz Wohn- & Bürodesign AG mit 30 Angestellten.
Andreas Bleisch führt zusammen mit seinem Bruder Simon das Möbelhaus Betz in Schaffhausen. Ästhetik und Design sind ihm wichtig. Noch wichtiger sind ihm aber Menschen aller Couleur und eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung.

Ursprünglich wollte der gelernte Elektro-Mechaniker Militärpilot werden, wurde für die fliegerische Vorbildung auch angenommen. Doch dann spürte Andreas Bleisch, dass Gott etwas anderes mit ihm vorhatte. Es reizte ihn, sein eigener Chef zu sein. Als Geschäftsmann könnte er in der Gesellschaft Positives bewirken, Ideen entwickeln, Dienstleistungen erbringen und Arbeitsplätze schaffen… Dabei orientierte er sich an Jesus, der seinen Nachfolgern erklärte: «Wer der Höchste unter euch sein will, soll den Mitmenschen dienen» (Matthäus, 23,11).

Die Wurzeln dieser Haltung reichen zurück in seine Jugend: Trotz Freunden, Fussball, Ausgang und vielen Zukunftsplänen spürte Andreas damals eine innere Leere. Dann lud ihn ein Freund zu einer «Party mit Gott» in eine Turnhalle ein. «Mir fiel die Ausstrahlung der Leute dort auf – sie waren so alt wie ich, aber sie hatten etwas, das mir fehlte», erinnert sich der damals 17-Jährige. Die Lieder berührten Andreas – und: «Plötzlich erfüllte mich Gottes Liebe mit grosser Kraft. Ich wusste sofort: Das ist es, was ich suche!»  

Menschen befähigen

Zehn Jahre in einem Ingenieurbüro in Neuhausen mit einem «fordernden und fördernden» Chef sorgten für das nötige Rüstzeug als Unternehmer. Darauf griff Andreas zurück, als er sich für Menschen am Rand der Gesellschaft zu engagieren begann. Um ihnen Zugehörigkeit und Einkommen zu verschaffen, gründete er 30-jährig zusammen mit Freunden Start-ups, darunter ein Zügelunternehmen und eine Reinigungsfirma. Menschen ermutigen und befähigen, neue Arbeitsfelder auftun und umsichtig organisieren – das bereitet Andreas bis heute Freude.

Etwas wagen

Simon, der Bruder von Andreas, ist gelernter Zimmermann. Er hat sich zum Bauingenieur weitergebildet und im Ausland lange Zeit Grossprojekte geleitet. Gemeinsam wagten die beiden einen grossen Schritt, übernahmen 2017 das Möbel- und Einrichtungshaus Betz in Schaffhausen. In die Gesellschaft zu investieren, ist Andreas ein zentrales Anliegen – sehr gern unmittelbar vor Ort in Schaffhausen. An den Wahlspruch der Stadt «Deus spes nostra est» – «Gott ist unsere Hoffnung» knüpft er gern an: «Wir vertrauen darauf, dass Gott seine Hand über uns hält.»

Einander wertschätzen

Die Betz Wohn- & Bürodesign AG zählt 30 Angestellte und bietet Innenarchitektur sowie Wohn- und Büroeinrichtungen auf höchstem Niveau. Ein eigenes Vorhangatelier und optisch ansprechende Akustikprodukte gehören dazu. Der Showroom gibt Einblick in die Art der Möbel und des Designs, hier sei jeder willkommen, mal reinzuschauen. Mit dem Label BASIX bietet die Firma Betz auch ausserhalb des Hochpreissegments zweckmässige Büroausstattungen für KMU an. «Die persönliche Beratung ist uns wichtig», betont Andreas. Mit dem selbst gegründeten Label «projekte&planung» realisieren sie eigenständig grosse nationale Büroprojekte. Bereits bei der Rekrutierung seiner Mitarbeitenden legt der CEO sein Credo offen: «Wir leben eine Kultur der Wertschätzung, den Kunden gegenüber und auch untereinander.»

Schönes arrangieren

«Menschen inspirieren mich», erklärt der Geschäftsmann. Er arbeite mit begabten Innenarchitektinnen, Designern, Einrichtungsberaterinnen, Projektleitern und Ingenieuren zusammen. «Gott hat alles wunderschön gemacht, Schönheit ist Teil seines Wesens», unterstreicht Andreas. In seiner Firma legt er grossen Wert auf die sorgfältige Gestaltung von Räumen mit edlen Materialien und harmonisch abgestimmtem Mobiliar. «Die Leute sollen sich 'wohnfühlen'», betont er. Gemeinsam mit renommierten Marken schafft Andreas inspirierende Wohn- und Arbeitswelten, zählt Banken, Detailhändler, Unternehmen aus der Medizinaltechnik, Versicherungen und führende Tech-Firmen, aber auch viele Privatpersonen zu seinen Auftraggebern.

Um seinen Kopf durchzulüften, unternimmt der vierfache Vater gern lange Spaziergänge: «Ich frage Gott, was er vorhat, und teile meine Gedanken mit ihm», erklärt Andreas. Dabei komme er zur Ruhe und empfange Impulse für Innovationen. «Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft», zieht der CEO Bilanz. «Ich weiss, dass ich Gott in jeder Lage vertrauen kann.»

Dies ist eine gekürzte Version, den vollständigen Artikel findest du hier.

Zur Autorin: Mirjam Fisch-Köhler aus Seegräben ist verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Söhnen und drei Enkeln. Sie arbeitet als Redaktorin für Livenet.ch, als freie Journalistin und Referentin. Ihre Hobbys sind Lesen, Fotografieren, Reisen, Singen und kreatives Gestalten. Auf ihrem Tisch steht immer ein Blumenstrauss.

Datum: 08.08.2026
Autor: Mirjam Fisch / Manuela Herzog
Quelle: Hope Schweiz

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