Livenet-Talk

Zwischen Zweifeln und Risiko

Kyra Bohner im Livenet-Talk
Kyra Bohner wurde in der Schule gesagt, dass sie höchstens das Potential für eine Anlehre hat. Heute besitzt sie mehrere Unternehmen. Für sie ist der Job keine Arbeit, sondern ihre Berufung, um Menschen zu befähigen, dass zu tun, was sie lieben.

«Wer nicht ‘all-in’ geht für die Sache, der kann mit mir nicht zusammenarbeiten», sagt Kyra Bohner. «Weil ich bin Risiko und ‘all-in’ in allem. Mein Fallschirm ist Gott.»

Sie bezeichnet sich als «Multiunternehmerin»: «Mein Copywriter sagte einmal, dass man nicht Unternehmerin schreiben kann, sondern Multi-Unternehmerin.» Sonst könne man gar nicht verstehen, was sie tut. «Ich habe ein Herz für Menschen. Das ist mein USP. Und ich baue Unternehmen und nicht Abteilungen. Das ist der grösste Unterschied, weshalb es so viele verschiedene Firmen gibt.»

Eine neue Welt geht auf

Ursprünglich lernte sie Coiffeurin: «Ich liebe Menschen und Haare und auch so den intimen Austausch mit den Menschen. Und dann wurde irgendwann klar, dass mein Mann nicht so zufrieden ist mit seinem Job.»

Dann entstand «Luxury Transfer», die erste gemeinsame Firma. «Es ist eine neue Welt, die aufgeht und du merkst, dass noch viel mehr möglich wäre als nur das. Und aus dem heraus sind dann auch all die Firmen und die Laufbahnen entstanden.»

«Gott hat einen Plan»

Ihr Oberstufenlehrer sah ihn ihr gerade mal das Potenzial für eine Anlehre. Sie hörte von ihm, dass aus ihr nicht viel werden würde…

Zu einem anderen Schluss kam ihre Mutter. «Ich glaube, dass sie einen grossen Teil zu dem beigetragen hat, was ich heute bin», bilanziert Kyra Bohner. «Sie sagte immer wieder: ‘Das eine ist der Rahmen, den jemand anderes über dir ausspricht. Gott aber hat für dich einen Plan und einen Weg. Darum darfst du darauf vertrauen, dass du deine Berufung leben wirst.»

Ein solides Fundament

Worte, wie sie gegenüber Kyra Bohner ausgesprochen wurden, hören auch andere Menschen in jungen Jahren. «Das ist etwas, was es sehr viel gibt, dass man privat, wie in der Schule, an beiden Orten Ablehnung erfährt.»

«Mein Glück war, dass der Glaube da war, das Fundament, dass auch wenn du von aussen hörst, dass etwas mit dir nicht stimmt, weil du nicht in eine Schublade hineinpasst, trotzdem in dir etwas liegt, das Gott sich für dich ausgedacht hat. Irgendein Potenzial. Das kann ja noch so klein sein.»

Wichtige ermutigende Worte

Wenn man dies leben und ausführen darf und anderen zuteilwerden lassen darf, «entsteht eine Leidenschaft, eine Energie, so dass die Leute merken, dass das deine Kompetenz ist».

Das sei etwas, das ihre Mutter ihr schon ganz früh gesagt habe: «Das ist das, was die Leute dir sagen. Du würdest nicht in die Schule passen; das ist auch nicht so schlimm. Finde Sachen, die dir Freude machen. Und dann wirst du daraus heraus alles erreichen können.» Für Kyra Bohner ist klar: «Ich glaube, das ist das, was man mitgeben kann. Egal, was die Leute über dich aussprechen. Ich war immer jemand, der sagte, die Worte haben eine riesige Macht.»

Deshalb wolle sie ihre Worte weise wählen, «weil man über eine Person etwas aussprechen kann, das ihr Leben extrem beeinflusst. Darum möchte ich gute Sachen in Menschen sprechen, damit sie ihre Leidenschaft und ihre Berufung erleben können dadurch, dass ich etwas positiv über sie ausspreche.»

Schon auf Coiffeur-Stuhl

Als ihre Kunden erfuhren, dass sie aufhört, sagten sie: «Das eine ist der Haarschnitt und die Farbe. Aber was ich vermisse, sind die Gespräche, die wir hatten. Du hast mich mein Leben lang, die ganze Zeit, die wir zusammen unterwegs sind, ermutigt, nicht den gleichen Fehler nochmals zu machen und mutige Schritte zu gehen. Und mir fehlt das.»

Da merkte sie, dass Gott sie in diese Position gesetzt hatte. «Ich habe diese Menschen geliebt, so wie sie sind. Was mich aber immer gestört hat, ist, wenn einer von mir 20 Jahre lang hören wollte, dass er arm dran ist. Denn mit dem konnte ich mich nicht identifizieren.»

Sie freute sich, wenn die Leute nach acht Wochen sagten: «Kyra, es hat mir so gut getan, dass du in mein Leben gesprochen hast und daraus heraus habe ich diese und jene Schritte oder diese Veränderungen angestrebt.»

Seither hat Kyra Bohner mehrere Unternehmen aufgebaut. Beim «Forum Christlicher Führungskräfte» tritt sie am 11. September 2026 im Kongresszentrum Parkarena Winterthur als Rednerin auf. Heute führt sie sechs Unternehmen, die Details sind in ihrem Buch «Am Anfang war der Mensch. Und am Ende auch.» zu finden.

Wir verlosen fünfmal das Buch «Am Anfang war der Mensch. Und am Ende auch. Die Kyra-Bohner-Story» von Fery und Kyra Bohner! Schreibe uns bis zum 31. August 2026 eine E-Mail mit deinem Namen und deiner Adresse an redaktion@livenet.ch – und mit etwas Glück gehört eines der Bücher bald dir.

Zum Talk:

Datum: 21.07.2026
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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